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Blutspende Bad Vilbel Blutspende zieht ins Kulturforum

Im Haus des Deutschen Roten Kreuzes reichen die Räume nicht für die geforderte Diskretion. Im Kultur- und Sportforum in Dortelweil wird es mehr Platz für Helfer und Spender geben.

DRK-Vorsitzender Karlheinz Weinert und Silke Zuschlag. Foto: Rolf Oeser

Die monatlichen Blutspendetermine werden von 2013 an im Kultur- und Sportforum angeboten und nicht mehr im DRK-Haus in der Friedrich-Ebert-Straße. Grund dafür sind gestiegene Anforderungen an die Diskretion.

Bisher haben die beiden Ärzte des Teams vom DRK-Blutspendedienst Hessen/Baden-Württemberg, die die Vorgespräche mit den Spendern führen, einen kleinen Raum geteilt. Im Büro des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Bad Vilbel saß ein Arzt mit einem Spender an der einen Seite eines großen Eckschreibtischs, der zweite an der anderen Seite. In der Mitte stand eine mobile Trennwand.

„Wenn man im Gespräch war, hat man eigentlich nicht gehört, was nebenan gesprochen wurde“, sagt Silke Zuschlag. Sie leitet seit vier Jahren den Bereitschaftsdienst des DRK und organisiert die Blutspendetermine. Bei einem gewissen Geräuschpegel hört man nichts. Aber nur dann.

Bei den Vorgesprächen geht es aber teilweise auch um sehr sensible Themen. So können Krankheiten abgefragt werden oder Gewohnheiten. Wer beispielsweise regelmäßig ins Bordell geht, darf kein Blut spenden. Und solche Infos möchten potenzielle Spender sicher diskret behandelt wissen. Neben Ärzten und Sanitätern sind bei der Blutspende auch die ehrenamtlichen Mitarbeiter des DRK zum Schweigen verpflichtet. Da passt es nicht ins Bild, wenn ein Spender Privates oder gar Intimes aus dem Leben eines anderen erfährt.

Dortelweil ein idealer Standort

Im Kultur- und Sportforum wird es künftig mehr Platz für Helfer und Spender geben. In der Kulturhalle wird im vorderen Bereich in der Nähe der Küche ein Imbissbereich eingerichtet. Im hinteren Teil werden Spendenliegen aufgestellt, und die Ärzte bekommen jeweils einen abgetrennten Raum im Bereich der Bühne, die dann geschlossen wird. Sozialdezernentin Heike Freund-Hahn (FDP) habe sich bei der Suche nach einem Ort sehr für das DRK eingesetzt, so Zuschlag.

80 bis 120 Spender kommen in der Regel zu einem Termin in Bad Vilbel, sagt Zuschlag. Viele Spender, weiß sie, kämen aus Karben und führen auf dem Heimweg von der Arbeit vorbei. Für sie und auch für Spender, die mit Bus und Bahn kommen, sei Dortelweil ein idealer Standort.

Wie bisher werden auch in Zukunft sechs bis acht Spenderbetten aufgebaut. Jeweils ein Sanitäter kümmert sich um zwei Spender. Außerdem sind immer zwei Ärzte im Team des Blutspendedienstes. Neben diesen Hauptamtlichen kümmern sich zwölf Ehrenamtler um die Blutspende, darunter Zuschlag. „Ich hoffe, dass die Altspender weiterhin kommen und dass wir zusätzlich neue Spender hinzugewinnen“, sagt Zuschlag.

Die erste Blutspende gab es in Bad Vilbel im Februar 1959, weiß Zuschlag. Von da an gab es regelmäßig einmal im Jahr einen Termin in der Stadtschule. Nach dem Bau des DRK-Hauses 1971 zog die Blutspende dorthin um.

Verändert hat sich lediglich die Frequenz der Spendentermine. Waren es 1994 noch vier pro Jahr gibt es seit dem Jahr 2000 jeden Monat einen Termin. Plus Extratermine, wenn dem Roten Kreuz Blut fehlt.

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