Lade Inhalte...

Bauprojekt in Karben Karben baut die „Neue Mitte“

In der Wetterau-Gemeinde Karben rollen die Bagger. Auf dem sogenannten Dreiecksgrundstück am S-Bahnhof entstehen neue Geschäfte, Wohnungen und ein Stadtplatz.

So soll das Dreiecksgrundstück in anderthalb Jahren aussehen.

Hier entsteht die ‚Neue Mitte‘ von Karben.“ Die große Infotafel am Stadteingang kündigt ein Bauprojekt an, wie es Karben seit vielen Jahren nicht gesehen hat. Auf dem rund 8700 Quadratmeter großen Grundstück zwischen Brunnen-, Landes- und Bahnhofstraße will die Stadt ihr künftiges Zentrum errichten – eine Minute vom S-Bahnhof entfernt. Daran fehlt es der Wetterau-Gemeinde bislang.

Geplant ist ein Gebäudeensemble, das unterschiedliche Mieter beherbergt – von der Bankfiliale über ein Restaurant und Arztpraxen bis zur neuen Stadtbibliothek. Außerdem entstehen ein Boardinghouse und hochwertige Mietwohnungen in den oberen Etagen. Das Herzstück der Bebauung soll ein Stadtplatz mit Wasserspiel zwischen den Gebäuden sein. Entwickelt wird das Areal durch das Unternehmen Antan Recona Investment nach einem Entwurf des Friedberger Architekturbüros Frielinghaus. Das Duo erhielt nach einem städtebaulichen Wettbewerb im Herbst 2015 von der Stadt den Zuschlag für das „Dreiecksgrundstück“.

Am Freitag war der symbolische Spatenstich. Karbens Bürgermeister Guido Rahn (CDU) sprach von einem „besonderen Tag für Karben“. Er hob noch einmal den langen Weg bis zum Baubeginn hervor: den Protest der Opposition gegen das Recona-Frielinghaus-Konzept, die Beteiligung der Einwohner an der Auswahl des Investors. Mehrere künftige Mieter hörten zu. Auch die Stadt werde ein Mieter sein, sagte der CDU-Politiker. Sie eröffnet in einem der Gebäude ihre neue Stadtbibliothek, die mit rund 450 Quadratmetern mehr als doppelt so groß sein wird wie die jetzige im benachbarten City-Center.

 

Mit der „Neuen Mitte“ auf dem Dreiecksgrundstück setzt die 23 000-Einwohner-Stadt die städtebauliche Entwicklung der Innenstadt fort. Seit das Architekturbüro Frielinghaus vor gut sechs Jahren seine Pläne für die Flächen zwischen Rathaus und S-Bahn-Schienen erstmals vorstellte, hat sich viel getan. An der Bahnhof- und der Luisenthaler Straße eröffneten im Herbst 2013 der Rewe-Markt und ein Textildiscounter samt Parkplatz. Die Frankfurter Volksbank errichtete am City-Kreisel eine neue Filiale. Anfang 2015 wurde nebenan das von Investor Bruno Kling realisierte Haus „Bellevue“ mit Eigentumswohnungen und mehreren Ladengeschäften im Erdgeschoss fertig.

Klar ist auch, dass die Fläche zwischen der Luisenthaler Straße und der Brunnenstraße bebaut werden soll. Wann dort ein weiteres Wohngebiet entstehen wird, ist allerdings noch genauso unklar wie seine Gestalt.

Weiter westlich am früheren Taunusbrunnen sollen von Frühjahr 2018 an 187 Wohnungen gebaut werden. Ursprünglich ein Projekt der Unternehmerbrüder Bruno und Norbert Kling, haben diese es an das Frankfurter Wohnungsunternehmen Franconofurt verkauft – Grundstücke samt der Entwicklung bis zur Erschließung. Bruno Kling ist Aufsichtsratsvorsitzender von Franconofurt und Gründungsaktionär. Das eigentliche Taunusbrunnenareal mit den historischen Gebäuden gehört aber weiterhin den Brüdern Kling.

Franconofurt vermarktet die Wohnungen seit zwei Wochen unter dem Namen „Cosmo“ (www.cosmo-wohnen.de): zehn Mehrfamilienhäuser mit 119 Eigentumswohnungen, ein Riegelgebäude entlang der Landesstraße mit 36 Mietwohnungen und ein Solitär mit 32 Wohnungen, Letztere möglicherweise als möblierte Business-Appartements, wie eine Mitarbeiterin der eigens gegründeten Cosmos Projekte GmbH sagt. Mitte 2020 soll dort alles fertig sein.

Laufen auf dem benachbarten Dreiecksgrundstück die Arbeiten nach Plan, werden dort dann schon in mehr als einem Jahr die neuen Mieter ihre Geschäfte betreiben und die Wohnungen bezogen haben.

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
  • Nutzungsbasierte Onlinewerbung
  • Mediadaten
  • Wir über uns
  • Impressum