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Bad Vilbel Von unterwegs die Heizung an

In Bahnhofsnähe entstehen digital vernetzte Wohnungen.

Die Gegenwart im Bild – die Zukunft auf dem Plakat. Foto: Michael Schick

Sie sind „intelligent“. Die Rede ist nicht von Menschen oder Tieren, sondern von den 19 Eigentumswohnungen, die auf dem Gelände Friedberger Straße, Ecke Bahnhofsplatz entstehen sollen. Da sind zum Beispiel die Jalousien. Eine eingebaute Automatik in allen Räumen erkennt, wie hell oder dunkel es ist und fährt die Jalousien runter oder hoch.

Es gibt eine Videogegensprechanlage, Temperaturregelung der einzelnen Wohnräume, Energieverbrauchs-Kontrollen, Zeitschaltfunktionen. Und alles lässt sich per Schalter an der Wand regeln oder mit einem iPad von unterwegs. Das gibt’s zum Kauf der Eigentumswohnung gleich dazu. Damit nicht genug: Zu jeder Wohnung gehört ein Parkplatz, der einen Stromanschluss für Elektrofahrzeuge hat.

Auch für Senioren geeignet

Bei so viel moderner Technik ist der Titel des Projektes nicht überraschend: „i’m@home.“ Heiko Saßmannshausen, Prokurist und Geschäftsleitung von dem Projektentwickler Vetter und Partner in Dreieich, ist begeistert. „Ob das Bügeleisen an oder aus ist, auch das können Sie damit von unterwegs regeln.“

Das Programm auf dem Tablet oder Smartphone kommuniziert mit einem Router in der Wohnung. Die verschiedenen Stromverbraucher sind Leuchten zugeordnet. Wer mit dieser Technik nichts zu tun haben will, bedient den „Alles-aus-Knopf“ an der Wohnungstür – und kann auch ohne die digitalen Helferlein leben. „Man muss sie nicht benutzen, aber sie sind da“, sagt Saßmannshausen.

Nicht nur für junge Leute seien die Wohnungen gedacht. „Das Smart Home Concept ist auch seniorengerecht.“ Es wird einen Aufzug geben und bei Bedarf kann die Wohnung mit einem sogenannten Sensfloor Boden ausgestattet werden: Bei Stürzen wird automatisch ein Signal an die Notrufzentrale geschickt.

Aber egal ob jung oder alt – die Käufer müssen etwas auf dem Sparbuch haben. Zwischen 210 000 und rund 500 000 Euro kosten die exklusiven Wohnstätten. Sie haben zwei, drei und vier Zimmer und sind zwischen 64 und 131 Quadratmeter groß. Bauträger und somit Eigentümer der Wohnungen ist Vastbau im westfälischen Gronau, eine Tochtergesellschaft der niederländischen Vastbouw-Gruppe.

Noch im Frühjahr soll es laut Saßmannshausen mit dem Bau los gehen. Zwar sollen die für das Rhein-Main-Gebiet angeblich einzigartigen Eigentumswohnungen erst im Sommer 2016 fertig sein. Aber der Verkauf laufe jetzt schon an. Reservierungen gebe es schon.

Geschäfte im Bahnhof

In direkter Nachbarschaft zu den High-Tech-Wohnungen plant die Stadt auf dem Bahnhofsvorplatz weitere Häuser an der Süd- und Westseite. Die neuen Gebäude sollen neben Wohnungen auch Geschäfte und Büros beherbergen. Dafür gibt es laut Stadtrat Klaus Minkel (CDU), der für die Vermarktung zuständig ist, bislang einen potenziellen Investor. Auch mit dem Investor, der vor einem Jahr das Bahnhofsgebäude kaufte, sei er im Gespräch.

Das ist die Eigentümergemeinschaft von Markus Hildebrand aus Karben sowie Peter Hübner und Alexander Huwe aus Bad Vilbel. Wie Hübner gestern auf Anfrage mitteilte, planten sie Geschäfte im Bahnhofsgebäude. Welche dort rein sollten, richte sich danach, welche Läden es auf dem Vorplatz gebe.

Und das ist noch unbekannt. Rund 1500 Quadratmeter bietet die Stadt laut Stadtrat Minkel dort an. Bis wann die neuen Gebäude stehen, sei noch unklar, das hänge von den privaten Investoren ab, so Minkel. Im Januar ging die Stadt von einer Bauzeit von etwa zwei Jahren ab Frühsommer aus.

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