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Bad Vilbel Sorge um Geburten

Die SPD plant einen runden Tisch mit Hebammen und Politikern noch vor den Sommerferien. Grund: Im September schließt die einzige Hebammenpraxis in der Stadt.

Die SPD Bad Vilbel ergreift eine Initiative zur Unterstützung von Hebammen in ihrer Stadt. Mirjam Fuhrmann, Mitglied im Sozialausschuss, und die Stadtverordnete Tanja Tahmassebi-Hack planen einen Runden Tisch, der Hebammen und Politik zusammenbringt. Er soll noch vor den Sommerferien stattfinden, teilt Fuhrmann mit. Dazu wurde bereits die SPD-Bundestagsabgeordnete Bettina Müller eingeladen, die sich im Bundestag in der Arbeitsgruppe Gesundheit engagiert.

Grund für die Initiative ist, dass im September dieses Jahres die einzige Hebammenpraxis in Bad Vilbel schließe, so Fuhrmann. Junge Familien und werdende Mütter hätten dann künftig nur die Möglichkeit, eine freiberufliche Hebamme ohne Praxis in Bad Vilbel zu suchen. Das sei aber ein Glücksspiel, da die Hebammen oft ausgelastet seien.

„Wir brauchen qualifizierte Schwangerenberatungsstellen und Mütter-Väter-Schulen“, so Tahmassebi-Hack. Dafür fordere die SPD im Sozialausschuss Familienzentren. Solche Zentren sind laut Fuhrmann in Kitas angesiedelt und halten verschiedene Beratungsangebote für die Eltern vor, etwa psychologischer oder logopädischer Art. Hebammen würden aus Sicht der Sozialdemokratin das Angebot gut ergänzen.

Die SPD hatte im vergangenen Jahr im Sozialausschuss einen entsprechenden Antrag gestellt, diesen dann Fuhrmann zufolge aber vorerst zurückgezogen. Frankfurter Familienzentren sollten zuerst ihre Arbeit vorstellen. Fuhrmann: „Jetzt warten wir auf die Antwort der Stadt.“ In der Sitzung des Ausschusses am 26. April will die Fraktion nachhaken. 

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