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Bad Vilbel Neues Wohnquartier auf ehemaligem Kelterei-Areal

Wo früher Karl Rapp in Bad Vilbel sein Stöffche produzierte, sollen im neuen Quartier „Alte Kelterei“ 20 neue Häuser entstehen.

Wohnen in Bad Vilbel
Verschiedene Haustypen kennzeichnen das neue Quartier an der Friedberger Straße. Foto: Illustration Werkmann

Der Name des geplanten Stadtquartiers weist in die Vergangenheit: „Alte Kelterei“ hat die Werkmann-Unternehmensgruppe das Projekt genannt, welches sie zwischen der Friedberger Straße und der Schulstraße in Bad Vilbel bald verwirklichen will. 20 Häuser in Massivbauweise sollen dort entstehen. Die Unternehmensgruppe aus Dietzenbach (Landkreis Offenbach) investiert rund 13 Millionen Euro.

Früher wurde an der selben Stelle Saft gepresst und Apfelwein gekeltert – von Karl Rapp, der 1930 nach Bad Vilbel kam. 1955 gründete er die Kelterei Rapp. Das Betriebsgrundstück erstreckte sich seinerzeit schon bis zur Schulstraße. 1977 zog man dann aber gemeinsam mit der Venusquelle in den Rosengarten und verlagerte die Produktion. Auf dem Gelände an der Friedberger Straße blieb bis 1985 ein Lohnmostverkauf. Privatleute konnten ihre Apfelernte abgeben und gegen ein geringes Entgelt das Jahr über Apfelsaft abholen.

Danach residierte auf dem Grundstück das Fahrzeughaus Belke. Es befindet sich in bester Lage, etwa 300 Meter vom Nordbahnhof entfernt, wo die S6 hält. Zügig gelangt man von dort auch in die Stadtmitte.

Das „Quartier Alte Kelterei“ teilt sich in zwei Hausgruppen mit je fünf und je neun Reihenhäusern, vier Doppelhaushälften und zwei freistehende Gebäude. Hinzukommt eine Tiefgarage mit 34 Stellplätzen sowie sechs Außenstellplätze. Die Preise reichen von 646 000 Euro bis 767 000 Euro, je nach Größe der Wohn-, Nutz- und Außenflächen. Bodentiefe Fenster sollen für viel Licht sorgen.

Noch in diesem Jahr möchte das Unternehmen mit den Erdarbeiten auf dem 3600 Quadratmeter großen Areal beginnen. Der Bauantrag ist genehmigt. „Das Quartier erfreut sich reger Nachfrage und wir können bereits sieben Reservierungen verzeichnen“, sagt Matthias Pfeifer vom Vertrieb des Unternehmens.

Am Bahnhofsplatz in der Nähe hatte schon das Unternehmen Vastbau 2015 und 2016 ein Mehrfamilienhaus mit 19 innovativen Eigentumswohnungen errichtet.

In Frankfurts nördlicher Nachbarstadt wird seit zwei Jahrzehnten rege gebaut. Das hatte auch der Regionalverband Frankfurt/Rhein-Main im Sommer 2016 in einer Untersuchung herausgefunden. Ihr zufolge wurde, gemessen an den Einwohnern, nirgendwo sonst im Verbandsgebiet so viel gebaut wie in Bad Vilbel.

Bad Vilbel ist nicht der einzige Ort in der Wetterau, an dem die Dietzenbacher aktiv sind. In Friedberg beabsichtigt das Unternehmen 54 Wohnungen samt Tiefgarage und zwei begrünten Plätzen auf dem Gelände der Maschinenfabrik Reuß zu bauen. Auch in der Kreisstadt soll es in den nächsten Monaten losgehen. Die Investition dürfte sich in einer ähnlichen Größenordnung bewegen.

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