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Bad Vilbel Ein Musical als Experiment

Das Theater Alte Mühle arbeitet seit Mai 2017 an einem außergewöhnlichen Stück. Jeder Bad Vilbeler konnte sich beteiligen. Das Interesse war größer als erwartet.

Bad Vilbel. Das Musical. TAGESHONORAR
Sabine Fischmann, Regisseurin und künstlerische Leiterin, Dennis DiRienzo vom Kino Alte Mühle und der musikalische Leiter Markus Neumeyer geben eine Kostprobe am Piano. Foto: Renate Hoyer (Renate Hoyer)

Caro schwebt auf Wolke 7. Allerdings hat die junge Bad Vilbelerin ein Problem: Sebastian, der Kerl, mit dem sie anbandelt, ist ein Frankfurter. Was nicht wie ein Problem aussieht, stellt die Liebe der beiden vor die Zerreißprobe: Caro fordert von Sebastian, dass er nach Bad Vilbel kommt. Er ist hin und her gerissen zwischen Liebe und Karriere, Bad Vilbel und Frankfurt – und sieht sich bald einer großen Herausforderung gegenüber. Ein rätselhafter alter Mann sagt ihm, dass er erst drei Prüfungen bestehen müsse, bevor er ein echter Vilbeler werden könne. Die Quellenkönigin und andere mischen sich ein, um eine Katastrophe zu verhindern.

Die Liebesgeschichte zwischen Sebastian und Caro ist der rote Faden in einem Musical, das Land und Leute, das alte wie das neue Bad Vilbel zeigt. Sechs Mal wird „Bad Vilbel – Das Musical“ im April im Theater Alte Mühle zu sehen sein.

Das Besondere an der Produktion des Theaters, die am 19. April zum ersten Mal gezeigt wird, ist weniger die Geschichte selbst, sondern ihre Entstehung. Als Regisseurin Sabine Fischmann das Projekt im Mai 2017 vorstellte, gab es von der Handlung nur ein Gerüst. Der Plot „Frankfurter verguckt sich in Bad Vilbelerin“ stand fest. Mehr nicht.

 

Wie viele Personen mitmachen würden, war ebenso offen wie der Verlauf der Handlung. Bei der Musik verhielt es sich ähnlich. Eine Melodie hatte der musikalische Leiter des Projektes ersonnen. Einen Text dazu gab es noch nicht. All das sollte sich erst nach und nach ergeben. Die Einwohner der Frankfurter Nachbarkommune wurden aufgerufen, sich mit Ideen in der Projekt einzubringen, in der Zeitung wie auf Facebook.

So entstanden Rollen, die besetzt werden mussten – von Profis wie von Laien. Junge und alte Bad Vilbeler erzählten Geschichten aus Bad Vilbel, die mit der Kamera festgehalten und der Handlung verwoben wurden. Lehrer und Schüler der Musikschule Bad Vilbel/Karben kümmerten sich um die Musik. Allen Beteiligten war von Anfang an klar: „Wir haben es nur bedingt unter Kontrolle“, wie Fischmann es auf den Punkt bringt. Das Ungewisse sollte den Reiz ausmachen. Herausgekommen ist eine zwei Stunden lange Mischung aus Fiktion und Realität, Stadtporträt und Liebesgeschichte, Kinovorführung und Live-Performance.

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