Lade Inhalte...

Bad Vilbel 100.000er-Marke geknackt

Die Burgfestspiele haben ihren bisherigen Besucher-Rekord 2014 leicht getoppt. Insgesamt sahen laut Intendant Claus-Günther Kunzmann 96 566 Besucher die Vorstellungen in der Burg; 4 251 Karten wurden zudem für Vorstellungen der Bad Vilbeler Produktionen an anderen Spielorten ausgegeben.

Pünktchen (Eva-Maria Kasper) und Anton (Yannick Zürcher). Foto: privat

2013 waren rund 93 000 Besucher in die Burg gekommen. Die Messlatte war hoch“, sagte Kunzmann gestern, als er die Zahlen bei einer Pressekonferenz vorstellte. Ziel sei gewesen, die Rekordzahl aus dem vergangenen Jahr wieder zu erreichen. Das hat geklappt.

Dabei gab es zahlreiche Herausforderungen, um das Publikum in die Burg zu locken: Im Juni die Fußball-Weltmeisterschaft als Konkurrenzprogramm an vielen Abenden, im Juli der teils sehr starke Regen und die vielen Gewitter und der durchwachsene und kühle August. In diesem Jahr hatte es 193 Vorstellungen gegeben, im vergangenen Jahr 170.

Bürgermeister Thomas Stöhr (CDU) sagte, er sei „mehr als zufrieden über die vergangene Saison“. Nach den Zahlen vom vergangenen Jahr sei es „nicht selbstverständlich“ gewesen, „noch mal eine Schippe draufzusetzen“. Erfreut zeigte er sich darüber, dass rund ein Drittel der Besucher aus der Quellenstadt selbst kommen. „Damit ist es auch wirklich ein Festspielsommer für die Bürger“, so Stöhr. Einige besuchten laut Kunzmann Vorstellungen sogar mehrfach.

Weniger besuchen die Oper

„Bei den Kindervorstellungen lagen wir im vergangenen Jahr etwas höher“, sagte Kunzmann. Zur Mozart-Oper „Die Entführung aus dem Serail“ kamen 7066 Besucher; 2013 hatte die Rossini-Oper Aschenputtel mit 7736 Besuchern 8,6 Prozent mehr Interessenten gefunden. Beide Stücke hat Regisseur Benedikt Borrmann inszeniert.

Die Vorstellungen für Kinder verteilten sich in diesem Jahr erstmals auf drei Stücke – „Das Dschungelbuch“ (Regie Christian H. Voss), die Oper und die Theaterproduktion „Pünktchen und Anton“ (Regie Kirsten Uttendorf).

Das Interesse aber sei weiterhin sehr groß, ist Kunzmann überzeugt. So habe es Tage gegeben, an denen mehr als 100 Gäste die Einführung zur Kinderoper besuchen wollten. Auch seien viele Kinder gut vorbereitet in die Burg gekommen, hat er beobachtet. Für Kunzmann zeigt sich an den Besucherzahlen aber auch, dass Opern durchaus für Kinder und Familien interessant sein kann, wenn der Stoff Kinder interessiere und entsprechend aufbereitet werde, so Kunzmann.

Nordwind besser als erwartet

Erstaunt zeigte sich der Intendant darüber, dass „Gut gegen Nordwind“ in der Regie von Linus Beck weitaus besser besucht war als die andere Theaterkeller-Produktion „King Kong“. „Wir hatten mehr auf King Kong gesetzt“. Deswegen habe es dafür auch mehr Vorstellungstermine. Andersrum sei es besser gewesen. Denn „Nordwind war irgendwann nur noch ausverkauft.“

Die Pläne für 2015 haben Intendanz und Bürgermeister schon besprochen. Zunächst geht es jedoch ums Geld. Am Donnerstag, 11. September, ist der städtische Zuschuss für die kommende Spielzeit Thema im Haupt- und Finanzausschuss; dann nämlich stellen Stöhr und Kunzmann den Etat für die Spielzeit 2015 vor. 2013 war der Zuschuss um 40 000 Euro auf rund 500 000 Euro gekürzt worden.

Um Geld zu sparen, waren die Fremdengagements von 2013 nach 20 Vorstellungen auf 15 Vorstellungen in der diesjährigen Saison heruntergefahren worden. Der Etat für 2014 lag mit 2,3 Millionen Euro leicht über dem von 2013 mit 2,24 Millionen Euro. 2014 gab es erstmals sieben Eigenproduktionen, also eine mehr als 2013.

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen