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Bad Nauheim Greifvögel statt Skateranlage

Der Ortsbeirat Kernstadt spricht sich für Volieren im Goldsteinpark aus. Wo die Skateranlage nun gebaut werden soll, weiß keiner und deren Großsponsor steigt aus.

Goldsteinpark.
Falkner Ernst Marschek mit seinem Wuestenbussard Sita. Mit Stefan Zwaetz und anderen möchte er am Goldstein einen Greifvogelpark aufbauen. Foto: Renate Hoyer

Nachdem der Magistrat und vergangene Woche auch der Ortsbeirat der Kernstadt für einen Greifvogelpark im Goldsteinpark gestimmt haben, sucht die Stadt noch immer nach einem Alternativ-Standort für eine Skateranlage.

Die weitere Suche fokussiere sich auf den „Bereich zwischen Friedberg und Bad Nauheim“, heißt es in der entsprechenden Magistratsvorlage. In Bad Nauheim sei es wegen der geplanten Größe der Anlage nur schwer möglich, einen geeigneten Standort zu finden. Außerdem müsse die Skateranlage gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen sein.

Ursprünglich sollte die Anlage im Goldsteinpark unweit des Bahnhofs gebaut werden. Sowohl der Jugendbeirat der Stadt als auch der Lions Club „Bad Nauheim – Hessischer Löwe“ machten sich dafür stark. Der Lions Club kündigte an, für die knapp 1200 Quadratmeter große Anlage mindestens 100 000 Euro von Sponsoren zu sammeln.

Der Kreis teilte der Stadt im Sommer 2016 aber mit, die Greifvogel- und die Skateranlage zusammen würden sich im Goldsteinpark aus Gründen des Natur- und des Tierschutzes nicht realisieren lassen. Der Magistrat hat sich dafür entschieden, nun dem Greifvogelpark den Vorzug zu geben. In sieben Volieren will der Verein Greifvogelfreunde Bad Nauheim zwölf bis 14 überwiegend heimische Greifvögel zeigen.

Heute befasst sich der Bau- ausschuss mit dem Vorhaben. Beim Lions Club ist man enttäuscht über die sich abzeichnende Entscheidung gegen die Skateranlage im Goldsteinpark. Einen möglichen anderen Platz zwischen Bad Nauheim und Friedberg sieht man nicht. „Ich wüsste nicht, wo das sein sollte“, sagt ein Mitglied des Lions Club, das namentlich nicht genannt werden möchte. Überdies sei das „zu weit draußen“.

Die Präsidentin des Lions Clubs, Claudia Jung-Hoffmann, wird deutlich: Das Projekt sei tot, außerhalb des Goldsteinparks werde es der Lions Club nicht mehr unterstützen.

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