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Bad Nauheim Farbanschlag auf hessischen AfD-Politiker

Unbekannte verüben einen Farbanschlag auf das Haus des hessischen AfD-Politikers Andreas Lichert in Bad Nauheim. Zwei Scheiben werden beschädigt und auf der Garage der Schriftzug „Faschist“ hinterlassen.

AfD-Plakat
Das Haus von AfD-Politiker Andreas Lichert wurde Ziel eines Farbanschlags. (Symbolbild) Foto: imago

Unbekannte haben in der Nacht zu Donnerstag einen Farbanschlag auf das Wohnhaus des hessischen AfD-Politikers Andreas Lichert in Bad Nauheim verübt. Wie Lichert der Frankfurter Rundschau auf Nachfrage bestätigte, seien zwei Scheiben beschädigt und die Fassade des Hauses großflächig mit Farbe beschmiert worden. An der Garage hätten die Täter außerdem den Schriftzug „Faschist“ hinterlassen. Er verurteile dieses „Aufflammen von politischer Gewalt hier in der Wetterau, das niemand begrüßen kann“, sagte Lichert. Er vermute, dass die Täter von außerhalb gekommen seien und ihn als Ziel ausgewählt hätten, weil er auf Platz fünf der Landesliste der AfD zur hessischen Landtagswahl im Oktober stehe und daher eine gewisse Prominenz habe.

FR erhält unbestätigtes Bekennerschreiben

Die Polizei teilte mit, die Tat habe sich gegen 1.20 Uhr ereignet, man gehe von einem politischen Motiv aus und suche nach fünf bis sieben dunkel gekleideten Jugendlichen, die aus der Ringstraße, wo das angegriffene Haus stehe, in Richtung Waldstadion geflohen seien. Man ermittele wegen des Verdachts auf Sachbeschädigung, Beleidigung und gefährlichem Eingriff in den Straßenverkehr und hoffe auf Hinweise aus der Bevölkerung.

Bei der FR ging am Donnerstag eine E-Mail mit dem Absender „Antifa“ ein, in der die anonymen Autoren sich selbst der Tat bezichtigten. Man habe Licherts Haus angegriffen, weil er ein „Vertreter des extrem rechten Flügels der AfD“ sei, heißt es in dem Schreiben, dessen Echtheit bislang nicht bestätigt ist. Lichert sei eng mit der rechtsextremen „Identitären Bewegung“ verknüpft und habe  eine „Scharnierfunktion zwischen den neuen Rechten auf der Straße und der Partei“, heißt es in dem Schreiben weiter. Menschen wie Lichert sähen sich als „Speerspitze eines vermeintlichen Kulturkampfes“, und als solche behandle man sie auch.

Andreas Lichert ist eng mit dem „Institut für Staatspolitik“ des neurechten Publizisten Götz Kubitschek verknüpft und gilt als wichtiger Vertreter der Neuen Rechten innerhalb der hessischen AfD. Auf Listenplatz 5 hat er gute Chancen, als Abgeordneter in den nächsten hessischen Landtag einzuziehen.

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