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Wasserschutz-Polizei Stützpunkt auf der Maaraue bleibt erhalten

Die Gewerkschaft der Polizei befürchtete eine Schließung eines Wasserschutz-Stützpunktes. Jetzt ist klar: Der Posten wird nicht geschlossen - gespart werden soll aber trotzdem.

13.12.2012 13:02
Von Gaby Buschlinger
Die Wasserschutz-Polizei wird auf der Maaraue weiter unterwegs sein. Foto: Sascha Rheker/attenzione

Alle Stationen der hessischen Wasserschutzpolizei bleiben erhalten.“ Das sagte Innenminister Boris Rhein (CDU) in seiner Regierungserklärung am Dienstag. Damit ist die seit Wochen befürchtete Schließung des Stützpunkts auf der Maaraue mit 30 Beamten vom Tisch. Die Wiesbadener Stadtpolitiker reagierten erleichtert. Ende November hatte das Parlament den Magistrat beauftragt, sich beim Land für den Erhalt der Station einzusetzen.

Ausschlaggebend für den Erhalt der Station auf der Maaraue war aber weniger der Appell der Stadtpolitiker. Vielmehr sei die Arbeitsgruppe, die die Innenminister der Länder Hessen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Saarland im März eingerichtet hatten, zu diesem Ergebnis gekommen, sagte Mark Kohlbecher, Sprecher des Innenministeriums.

Anfang des Jahres hatten die vier Innenminister eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit bei der Bekämpfung der Kriminalität vereinbart. Die Arbeitsgruppe sollte Einsparpotenziale ausloten, ohne dass an Sicherheit eingebüßt werde. Ein Personalabbau stand bei der Wasserschutzpolizei mit ihren insgesamt 110 Mitarbeitern nie zur Debatte.

Längere Wege bei Notfällen

Die Gewerkschaft der Polizei hatte aber bei einer Schließung des Stützpunkts auf der Maaraue und Versetzung der Beamten vor längeren Wegen bei Notfällen gewarnt. Denn die Mainzer Kollegen vom gegenüberliegenden Ufer, die auf demselben Abschnitt des Rheins zuständig sind und die Arbeit übernehmen sollten, hätten deutlich mehr Zeit gebraucht, um einem in Kastel oder Kostheim gekenterten Kanufahrer zur Hilfe zu eilen. Die Mainzer Station liegt so weit vom Fluss entfernt, dass die Beamten mit dem Auto zum Liegeplatz des Polizeiboots fahren müssen. Der Stützpunkt auf der Maaraue liegt hingegen direkt am Wasser.

Welche Einsparmöglichkeiten die Arbeitsgruppe stattdessen entdeckt hat, wusste Ministeriumssprecher Kohlbecher nicht. „Das ist eine vernünftige Entscheidung“, freuten die Wiesbadener Landtagsabgeordneten Astrid Wallmann und Horst Klee (beide CDU). Der Erhalt der Station sei eine „gute Entscheidung für die Sicherheit auf dem Rhein und für Wiesbaden“. Der CDU-Stadtverordnete Hans-Martin Kessler sagte, nun müsse mit dem Land die Sanierung des baufälligen Gebäudes geklärt werden.

Der SPD-Stadtverordnete Michael David freute sich, dass nach der „monatelangen Hängepartie“ die Sicherheit und der „Sachverstand vor dem Sparzwang“ gesiegt habe.

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