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Rödermark Schulbus wird Stadtbus

Betrieb auf zwei Linien beginnt am 6. August / Überörtliche Linie OF-95 bleibt

Am Montag, 6. August, können die Rödermärker zum ersten Mal mit dem Stadtbus fahren. Zwei Linien verbinden Urberach und Ober-Roden künftig jeweils mit Messenhausen. Morgens und mittags fahren die Busse die Nell-Breuning-Schule an.

Bisher gibt es in Rödermark außer dem Anschluss an die Dreieichbahn in Urberach und die S-Bahn in Ober-Roden nur die regionale Buslinie OF-95, die bis Neu-Isenburg fährt. Schüler bringt das heimische Unternehmen Schau ins Land in die Integrierte Gesamtschule.

Für die Schüler soll sich auch nicht viel ändern. Abfahrtszeiten, Linien und Haltestellen bleiben für sie wie gewohnt. Weil ihr Schulbus künftig ein regulärer Linienbus ist, müssen die Schüler die Fahrkarten allerdings künftig bei den Verkaufsstellen des Rhein-Main-Verkehrsverbunds oder beim Mobilitätszentrum in Dietzenbach kaufen.

Rödermärker Bürger können nun frühmorgens mit dem Bus zur Arbeit oder zu den Bahnhöfen fahren, nachmittags in die Stadtteilmitten. Nach 19.45 Uhr sowie an den Wochenende fahren die Busse allerdings nicht. Keine Anbindung ist an den Stadtteil Waldacker geplant. Das von der Stadt beauftragte Planungsbüro halte Waldacker bereits über die Linie OF-95 für gut erschlossen, sagte Stephan Brockmann, stellvertretender Leiter des Fachbereichs öffentliche Sicherheit und Ordnung gestern. Auch die Bulau, der kleinste Rödermärker Stadtteil, und das Urberacher Wohngebiet Bienengarten liegen nicht auf der Stadtbusstrecke.

Dass erstmals ein Stadtbus durch Rödermark fährt, hat finanzielle Gründe. Eine Fortführung des Schulbusses außerhalb des RMV-Netzes sei rechtlich nicht mehr möglich gewesen, sagte Brockmann. Im schlechtesten Fall hätte die Stadt für zusätzliche Fahrten der Linie OF-95 aufkommen müssen. Das aber wäre ein sehr teures Unterfangen gewesen, sagte Brockmann. Nach Angaben von Bürgermeister Roland Kern (Andere Liste) hätte die Stadt dafür 170?000 Euro zahlen müssen. Für das Stadtbussystem mit dem deutlich besseren Angebot für die Bürger rechne die Stadt dagegen nur mit einem Zuschuss von 70?000 Euro, weil der Stadtbus auch Geld einnimmt.

Der bis Ende 2014 laufende Probebetrieb des Stadtbusses bedeute nicht das Aus für die regionale Linie 95, betonte Kern, Die Stadt bestehe darauf, dass sie weiter angeboten wird.

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