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Wohnen in Offenbach Möblierte Luxuswohnungen am Kaiserlei

Im ersten Bauabschnitt des größten Neubauprojekts der Stadt Offenbach zwischen Berliner und Strahlenbergerstraße ist kein geförderter Wohnraum vorgesehen.

Quartier
Was momentan noch ziemlich wüst aussieht, soll zum ? hochpreisigen ? urbanen Quartier für ?Business People? werden. Foto: Eike Becker_Architekten

In den beiden ehemaligen Siemens-Bürotürmen am Kaiserlei aus den Siebzigerjahren, die derzeit zu Wohnhochhäusern umgebaut werden, entsteht keine einzige geförderte Wohnung. Das teilte die Stadt Offenbach auf Nachfrage mit. Das ist möglich, weil die Auflage, bei größeren Neubauprojekten in der Stadt 30 Prozent geförderten Wohnraum zu schaffen, bei Umbauten nicht greift. In den beiden 60 und 75 Meter hohen Türmen sind laut der Berliner CG-Gruppe, die hier insgesamt über 300 Millionen Euro investiert, „hochwertig und flexibel ausgestattete Apartments vor allem für mobile Business People“ geplant. Für die soll es in den Häusern auch eine „Skylounge“ geben sowie einen Wellness- und Fitnessbereich. Für die Wohnungen in den die Hochhäuser ergänzenden Neubauten des zweiten Bauabschnitts wird mit Mieten zwischen 13,50 Euro und 15 Euro pro Quadratmeter gerechnet – hier muss dann geförderter Wohnraum entstehen.

Das Projekt ist für Offenbacher Verhältnisse sehr groß: Rund 600 Wohnungen entstehen in den Türmen, die der Projektentwickler „New Frankfurt Towers“ nennt – dazu kommen über 270 Mietwohnungen in den Neubauten, Büros und Einzelhandel sowie eine Kita und ein Schwimmbad, das auch für den Schulsport zur Verfügung stehen soll. Ein Rechenzentrum und ein Hotel, die sich momentan schon auf dem knapp vier Hektar großen Gelände befinden, werden ab 2019 ebenfalls in Neubauten untergebracht. Zudem entsteht ab Sommer Deutschlands – laut CG – größte Geothermieanlage.

In der Mitte des Areals ist rund um die Neubauten des Berliner Architekturbüros Eike Becker ein Quartiersplatz geplant. Die Landschaftsarchitekten des – ebenfalls Berliner – Büros „Topotek 1“ haben hierfür diverse Spielereien wie eine kreisförmige Tischtennisanlage, einen Basketball-„Baum“ und beheizte Bänke aus Beton und Keramik erdacht. Dazu kommen unter anderem Outdoor-Arbeitsplätze und ein marokkanischer Springbrunnen. Die CG-Gruppe bewirbt den Entwurf als eine „Mischung aus Industrie-Flair und Vintage-Look, die bestens zum rauen Charme von Offenbach passt“. Rauh ist die Umgebung des Neubauprojekts tatsächlich: Stark befahrene Straßen und Industriebrachen prägen hier – noch – das Bild.

Die im März letzten Jahres begonnenen Arbeiten liegen laut CG im Zeitplan. Derzeit werden die Türme entkernt und Fassadenteile entfernt, bevor mit der Baugrube für die Tiefgarage und den siebengeschossigen Neubauten entlang der Berliner Straße und des Goetherings begonnen werden kann. 2021 soll das Quartier namens „Vitopia“ fertig sein. Dass die Kosten der Baugenehmigung derzeit von der Bauaufsicht noch einmal überprüft werden, wirke sich nach Sicht der Stadt nicht auf den Bauverlauf aus. Laut CG-Gruppe sei das ein „ganz normaler Vorgang, der im weiteren Prüfverfahren zwischen den Parteien abgewickelt wird“.

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