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Wels-Hatz in Offenbach „Wir bleiben bis morgen früh, wenn es sein muss“

Mit einem Riesennetz hat ein Berufsfischer am Samstag in Offenbach den Versuch begonnen, den sogenannten „Problemwels“ zu fangen. Doch noch ist das nicht geglückt.

21.07.2018 21:58
Jagd auf den Offenbacher Wels
Von einem Kahn aus verlegen Fischer ein Netz zum Fang von Wels Walli. Foto: Isabell Scheuplein (dpa)

Mit einem Riesennetz hat ein Berufsfischer am Samstag in Offenbach den Versuch begonnen, den sogenannten „Problemwels“ zu fangen. Der etwa 1,50 Meter große Fisch sorgt seit Wochen als „Küken-Killer“ für Aufregung. Das Netz wurde im Zick-Zack im See ausgebracht. Nun sei die Hoffnung, dass sich der Fisch darin verfange, sagte Fischer Dieter Stitz. Dann wollen der Fischer und seine Helfer den Wels mit einem Kescher aus dem Wasser im Dreieichpark ziehen. „Wir bleiben bis morgen früh, wenn es sein muss“, sagte Stitz.

Der Wels soll andere in dem großen Teich lebende Fische und artgeschützte Küken gefressen haben. Daher wurde beschlossen, das Tier zu fangen - und auch, weil das bis zu 80 Zentimeter tiefe Gewässer mit etwa 2500 Quadratmetern Fläche als zu klein für den großen Fisch gilt. Die Stadt erklärte, das Tier könne darin nicht mehr artgerecht leben. Es soll nun in ein anderes Gewässer gebracht werden. Wo genau es liegt, will die Stadt nicht mitteilen und verriet lediglich, dass es sich in Hessen befinde.

Am Abend warteten die Fischer noch immer darauf, dass der breitmäulige Raubfisch ins Netz geht. Die Tiere seien nachtaktiv, deshalb bestehe in der Dunkelheit eine größere Chance, sagte Stitz. Ist der Wels gefangen, soll er von einem Tierarzt untersucht werden, um sicher zu stellen, dass er keine ansteckende Krankheiten hat.

Nachdem die Netze ausgebracht waren, kamen am Samstagnachmittag auch zahlreiche Anwohner an den Teich. Der Wels habe die Küken von Teichhühnern und Stockenten gefressen, sagte Helga Meyer. Deshalb sei es besser, wenn er gefangen und weggebracht werde. Ein Nachbar berichtete, er habe den Wels vergangenes Jahr gesehen, als in einer großen Aktion der Fischbestand im Teich überprüft worden sei. Schon damals sei das Tier etwa 1,30 Meter groß gewesen. (dpa)

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