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Tafel in Offenbach Unterstützung überfällig

Die Stadt Offenbach sollte die jetzt eigenständige Tafel dauerhaft mit etwas Geld unterstützen. Ein Kommentar.

Offenbach
Bei der Tafel können sich Bedürftige mit frischem Gemüse versorgen. Foto: Renate Hoyer

Die Loslösung der Offenbacher Tafel von Frankfurt wäre ein guter Zeitpunkt, um die Finanzierung der Einrichtung mit ihren vielen Ehrenamtlichen zu überdenken. Denn eine im Haushalt festgeschriebene finanzielle Unterstützung der Stadt gibt es nicht. Dass Offenbach nicht viel Geld hat, ist hier aber ausnahmsweise kein so gutes Argument – denn einer Einrichtung, die nicht weiß, wie sie in ein paar Monaten den Treibstoff für ihren Lieferwagen bezahlen soll, würden auch schon ein paar Tausend Euro helfen. Und das kann die Stadt wohl stemmen.

Eine solche Unterstützung erscheint geboten, zumal die Offenbacher Tafel auch Aufgaben wie die Belieferung von Schulen und Kitas mit Obst übernimmt. Gedacht sind diese Spenden für Kinder, die regelmäßig ohne Frühstück ihr Zuhause verlassen. Doch das Obst wird offen für alle ausgelegt, damit kein Kind gemobbt wird – nur weil es etwas von der Tafel bekommt.

Offenbachs Sozialdezernent Peter Schneider (Grüne) sagt, eine dauerhafte finanzielle Unterstützung der Tafel durch die Stadt sei „grundsätzlich vorstellbar“ – auch wenn ein solcher Wunsch bislang noch nicht an ihn herangetragen wurde.

Die Entscheidung darüber liege aber bei der Stadtverordnetenversammlung, sagt Schneider. Die Stadtverordneten sind nun also am Zug. Sie tagen wieder am Donnerstag, 9. Mai.

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