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Stadtentwicklung in Offenbach Streit über HfG-Areal in Offenbach

Der geplanter Grundstückstausch für den HfG-Neubau sorgt für Misstöne zwischen Offenbach und dem Land. Die Stadt beruft sich auf einen fast 50 Jahre alten Vertrag.

Ein fast 50 Jahre alter Vertrag zwischen dem Land und der Stadt Offenbach sorgt für Misstöne rund um den geplanten Neubau der Hochschule für Gestaltung (HfG), die von ihrem Stammsitz an der Schlossstraße in den Hafen ziehen möchte. Das Land ist bereit, 100 Millionen Euro zu investieren. Es erwartet aber, dass die Stadt ihr nach Fertigstellung des Neubaus das bisherige Areal für 10,8 Millionen Euro abkauft. Umgekehrt will das Land 13,1 Millionen Euro für das Hafengrundstück zahlen. Das klang nach einem fairem Geschäft.

Doch seit Monaten gibt es Streit um den Grundstückstausch. Die Stadt beruft sich auf die Vereinbarung aus dem Jahr 1970, die im Zuge der Umwandlung der städtischen Werkkunstschule in eine eigenständige Kunsthochschule des Landes geschlossen wurde. Die Stadt verpflichtete sich damals, dem Land das Grundstück kostenfrei zu überlassen und sich mit jährlich 255 000 Mark an den Personal- und Sachkosten zu beteiligen. Der Vertrag beinhaltete auch, dass die Stadt das Areal „unentgeltlich“ zurückerhält, wenn es nicht mehr für Hochschulzwecke benötigt wird.

Offenbachs Kämmerer Peter Freier (CDU) betont zwar, es gehe der Stadt vor allem um eine „rechtlich saubere Lösung“. Tatsächlich geht es aber um viel Geld. Man sei in „guten Gesprächen“ mit dem Wissenschaftsministerium. Freier sagt, die Stadt erwarte einen finanziellen Ausgleich für das Grundstück und den Hugo-Eberhardt-Bau. Sie wolle auch nicht länger als einzige Kommune in Hessen für eine staatliche Hochschule zur Kasse gebeten werden. Mit dem Ministerium sei verabredet, bis Jahresende eine Lösung zu finden.

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