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Rodgau Sieger aus Sewastopol

Ultramarathon des Lauftreffs verzeichnet Rekordbeteiligung.

Pünktlich zum Startschuss am Samstagvormittag kam die Sonne hinter den Wolken hervor, bei knapp 4 Grad Außentemperatur setzten sich die Läufer an der Waldfreizeitanlage Gänsbrüh in Dudenhofen in Bewegung. Ideales Laufwetter herrsche, sagte Ursula Walper, eine der Organisatoren des Ultramarathons des Rodgau Lauftreffs (RLT).

Mit 860 Teilnehmern, davon 230 Frauen, verzeichnete der RLT bei seinem Ultramarathon über 50 Kilometer eine Rekordbeteiligung. „Viele andere Ultramarathons haben deutlich weniger Zuspruch“, sagte Walper, „für uns spricht, dass wir außerhalb der Saison liegen.“ Nach dem Rennsteig-Lauf sei der Lauf des RLT der zweitgrößte Deutschlands, sagte Mitorganisator Reinhardt Schulz. Der 73-Jährige lief am Samstag wieder mit, jedes Jahr ist er dabei. „Unsere beiden ältesten Finisher sind 76 Jahre alt“, sagte Schulz.

Insgesamt zehn Mal musste jeder Teilnehmer den fünf Kilometer langen Weg um die Gänsbrüh absolvieren. „Dadurch ist es ein sehr kurzweiliger Lauf: Man bekommt immer mit, wer vorne liegt“, sagte Schulz. Als erster Ultramarathon im Jahr sei die Teilnahme stets überdurchschnittlich hoch. „Viele nutzen ihn als ersten Übungslauf im Jahr.“ Außerdem sei der anschließende „Ultra-Kaffeeklatsch“, die Feier in der Turnhalle des TSV Dudenhofen, für die internationale Läuferschar eine willkommene Gelegenheit, sich kennenzulernen und sich über Ziele abzusprechen.

Mit 3:08:48 Stunden wurde der Ukrainer Oleksandr Holovntskyy Erster unter den männlichen Teilnehmern. Bei den Frauen war Tinka Uphoff von Spiridon Frankfurt mit 3:36:52 Stunden die Siegerin. In der Mannschaftswertung lagen Rene Strasny, Georg Kunzfeld und Frank Wiegand von der Gruppe Passtschon 98 und Gabriele Werthmüller, Julia Fatton und Andrea Schüpbach von der LG Derendingen vorn.

Planung für den Lauf im nächsten Jahr

Holovntskyy lief passenderweise mit der Startnummer Eins mit. „In den vergangenen beiden Jahren wurde er Zweiter“, sagte Walper, „dieses Mal gaben wir ihm die Nummer Eins und schon klappt es mit dem Sieg.“ Dabei war für Holovntskyy die Teilnahme bis fünf Tage vor dem Lauf noch ungewiss. Der Läufer lebt nämlich in Sewastopol auf der inzwischen von Russland annektierten Krim.

Knapp 100 Helfer haben für einen reibungslosen Ablauf des Ultramarathons gesorgt. „Sie haben als Streckenposten im Wald fungiert oder vorab Löcher auf dem Weg mit Split gefüllt“, sagte Walper. Schon am heutigen Montag beginne das Organisationsteam mit der Planung des Laufs im Jahr 2016. Allerdings beunruhigen derzeit Gerüchte um eine geplante Waldbenutzungsgebühr den RLT. „Wenn die Gebühr kommt, werden wir diese auf die Teilnehmer umlegen müssen“, sagte Walper.

Die bisherigen 25 Euro wären dann nicht zu halten. Am Standort Dudenhofen hält der RLT allerdings fest. „Die Strecke, die nahgelegene Halle mit den Duschen – das ist alles ideal. Auch 2016 werden wir hier starten“, sagte Walper.

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