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Offenbach Zweimal jährlich kommt der Gutachter

Im Offenbacher Stadtgebiet wachsen noch zehn besonders geschützte Bäume. Zwei haben den Status „erloschen“. Regelmäßig werden die Naturdenkmäler kontrolliert.

Ein hohes Alter, besondere Standorte mit entsprechend idyllischer Umgebung oder auch eine seltene Züchtung – dies alles sind Kriterien, die dazu führen können, dass ein Baum in Offenbach zu einem Naturdenkmal erklärt wird. Festgelegt ist dies in der städtischen Naturdenkmalverordnung.

In der Stadt sind, beziehungsweise waren hier elf Bäume aufgelistet: Die Hindenburgeiche, die im Stadtwald stand, und die Pyramideneiche, die im Schlosspark Rumpenheim wurzelte, haben inzwischen den Status „erloschen“, das heißt, sie wurden vom Sturm gefällt.

Die Säuleneiche neben dem Schloss sei offiziell noch nicht in die Liste der Naturdenkmäler aufgenommen, sagt Sabine Swoboda vom Umweltamt. Sie wird aber schon als Nummer 12 geführt. Andere Bäume auf der Liste sind im Schlosspark Rumpenheim zwei Ginkgos und eine weitere Pyramideneiche, eine Eibe in der Geleitstraße, die Jahneiche an der Ecke Starkenburgring und Gutenbergstraße, eine Pyramideneiche auf dem Gelände der Kita in der Rödernstraße, die August-Reiß-Eiche An der Pechstraße sowie eine Eiche im Stadtwald in der Nähe der Stadthalle.

Regelmäßige Überprüfung

Zweimal jährlich kommt ein Gutachter vorbei, einmal, wenn der Baum belaubt, und einmal, wenn er kahl ist, und schaut nach der Standfestigkeit. Während die Bäume im Stadtgebiet im Auftrag der ESO überprüft werden, beauftragt das Umweltamt die Überprüfung der Naturdenkmäler. Hat es ein Baum auf den Status Naturdenkmal geschafft, bekommt er zunächst einmal ein amtliches Schild, wird aber auch unter Schutz gestellt. Dann ist es verboten, ihn zu beseitigen, zu zerstören oder zu beschädigen. In den Schutz einbezogen ist auch die Umgebung des jeweiligen Baumes.

Die öffentliche Hand hat hier natürlich Sonderrechte: Ausgenommen von den Verboten sind die von der unteren Naturschutzbehörde, also dem städtischen Umweltamt angeordnete Überwachung, Pflege und Gestaltung. Dazu gehört auch die regelmäßige Überprüfung der Standfestigkeit.

Rund 1200 Euro gibt das Umweltamt für die beiden Kontrollgänge im Jahr aus, hinzu kommen eventuell notwendige Pflegeeinsätzen. Die per Seilwinde durch das Fachbüro am Donnerstag im Schlosspark simulierte Windstärke 8 kostete rund 1200 Euro. Eine solche Aktion wurde in diesem Umfang zum ersten Mal gemacht.

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