Lade Inhalte...

Offenbach Teeküche bleibt

Die Caritas führt das Angebot der Flüchtlingshilfe fort.

Offenbach
Helfer versorgen Geflüchtete in Offenbach. Foto: Michael Schick

Die Versorgungsstation für Asylbewerber, die auf ihre Anhörung warten, wird künftig vom Caritashaus Sankt Jakob weitergeführt. Das sagte dessen Leiterin Anette Bacher gestern der FR. „Wir wollen nicht, dass die Teeküche eingestellt wird“, betonte Bacher.

Seit November hatte die Flüchtlingshilfe in der Außenstelle Offenbach des Bundesamts für Migration (Bamf) wartende Flüchtlinge mit Tee, belegten Brötchen und Obst versorgt. Dort müssen Geflohene vorsprechen, um Asyl zu bekommen, und teils stundenlang warten.

Vorgestern hatte Eric Wolf, bekannt gegeben, dass die Flüchtlingshilfe ihre Spenden künftig für den Rechtsbeistand Geflüchteter verwenden werde, die negative Bescheide erhielten oder vor der Abschiebung stünden.

Daher könne die Teeküche nicht weitergeführt werden. Die Caritas hat sich laut Bacher bisher um die Kinderbetreuung in den Räumen des Bamf gekümmert.

„Die Wartenden sind in einer besonderen Stresssituation“, erläuterte Bacher nun die Entscheidung der Caritas. Beim Teetrinken komme man auch ins Gespräch. „So können die Menschen Stress abbauen.“

Zudem stehe der Sommer bevor und es gebe keine Infrastruktur zur Versorgung. „Die Leute brauchen ja Flüssigkeit“, so Bacher. Neue Koordinatorin werde die Migrationsberaterin Ornella Liscapade,

Bacher hofft, dass sich die ehrenamtlichen Helfer, die die Teeküche bisher am Laufen gehalten haben, auch engagieren. Wer noch einsteigen will, kann sich per Telefon bei der Caritas melden: 069/800640.

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
  • Nutzungsbasierte Onlinewerbung
  • Mediadaten
  • Wir über uns
  • Impressum