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Offenbach Streiten lernen

Ein hessenweit einmaliges Schulprojekt zeigt Kindern respektvolles Verhalten. 2017 haben sich so viele Schulen wie noch nie beteiligt. Doch nun ist die Finanzierung gefährdet.

Die Stadt Offenbach vermeldet eine Rekordbeteiligung an einem Präventionsprojekt zum Thema respektvolles Verhalten an Grund- und Förderschulen. „Es ist uns gelungen, mehr Klassen und damit mehr Schülerinnen und Schüler zu erreichen als in den Jahren zuvor“, sagt Ordnungsdezernent Peter Freier (CDU) laut Mitteilung. Er ist auch Vorsitzender Präventionsrates.

„Respektvolles Verhalten stärken und Konflikte gewaltfrei lösen zu lernen, sind zentrale Anliegen der Präventionsarbeit in Offenbach.“ Das Angebot von People’s Theater für acht- und neunjährige Offenbacher Schüler trage seit Jahren dazu bei.

Das Ensemble bietet Shows im Workshop-Format an, die die soziale Kompetenz der Kinder stärken sollen. In Rollenspielen lernen sie, wie Konflikte ohne verbale Entgleisungen und Gewalt gelöst werden können. „Wem Rücksichtnahme vermittelt wird und wer einen gewaltfreien Umgang mit Konflikten geübt hat, wird in schwierigen Situationen die Faust in der Hosentasche lassen und Konflikte anders lösen“, sagt Frank Weber, Koordinator der kommunalen Präventionsarbeit.

Finanziert werden die Workshops mit Hilfe des Fördervereins Sicheres Offenbach und der Kommunalen Präventionsarbeit der Stadt. Die Schulen leisten einen Eigenanteil in Höhe von 25 Prozent. Das flächendeckende Präventionsangebot und dessen stadtweite Inanspruchnahme sei in Hessen und vermutlich auch in der Republik einmalig, sagt Weber.

2017 nutzten 18 Grund- und Förderschulen mit 56 Schulklassen das Präventionsangebot, so viele wie nie zuvor. Damit wurden 2017 etwa 1600 Grundschüler erreicht, 2016 waren es noch etwa 200 weniger.

„Ohne die finanzielle Unterstützung durch den Förderverein Sicheres Offenbach ist das Angebot für ein besseres Schulklima kaum möglich“, sagt Ordnungsdezernent Freier. Aber die Beteiligung des Fördervereins für die Zeit nach den Sommerferien sei gefährdet, weil Förderer fehlten. „Wir brauchen weitere Fördermitglieder, um die Arbeit mindestens in gleichem Umfang fortsetzen zu können“, sagt Stefan Mohr, Fördervereins-Vorsitzender. diu

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