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Offenbach Neue Wege im Park

Der Rumpenheimer Schlosspark ist einer der ältesten Landschaftsgärten Deutschlands. Jetzt sollen alte Wege freigelegt werden. Ihre Erschließung ist ein Kompromiss aus Denkmal- und Naturschutz.

Schlosspark Rumpenheim
Die Arbeiten im Park sollen im Herbst beginnen. Foto: Rolf Oeser (Rolf Oeser )

Die Neugestaltung des denkmalgeschützten Schlossparks in Rumpenheim hat begonnen. Mitglieder des Naturschutzbeirates und des Beirates für Denkmalschutz haben die Flächen zweier historischer Wege besichtigt, die ab November dieses Jahres wieder hergestellt werden sollen, teilt die Stadt mit.

Das mit der Planung beauftragte Landschaftsarchitekturbüro Grün hat die beiden geplanten Wegebauvorhaben zum Aussichtshügel und zur Zarenlinde vorgestellt.

Der Rumpenheimer Schlosspark mit Pavillon und Tempelchen gilt als einer der ältesten englischen Landschaftsgärten Deutschlands.

Für die Erschließung der Wege hatte der Magistrat bereits 2010 ein Konzept beschlossen, das sich am Parkpflegewerk von 1995 orientiert – einem Rahmenplan für die Denkmalpflege für rund 60 Vorhaben. Priorität wurde auf solche Vorhaben gelegt, die die Besonderheiten des Parks herausstellen und ihn besser erschließen. Dazu gehören der Rundweg um die zurzeit noch im Unterholz versteckte historische Zarenlinde und die Wiedererschließung des Aussichtshügels als größte Erhebung im Park.

Im nächsten Schritt folgt nun die offizielle Empfehlung des Naturschutzbeirates und des Denkmalbeirates, bevor das Projekt am 30. Mai vom Magistrat und am 14. Juni von den Stadtverordneten beschlossen werden soll. Seine Umsetzung wird rund 187 000 Euro kosten.

Im November soll der Wegebau beginnen. Zuerst müssen die Bereiche gerodet werden. „Bis April 2019 sollen die beiden Wege des Landschaftsparks wieder sichtbar werden. Damit wollen wir dem Schlosspark in seiner Rolle als bedeutender Landschaftspark besser gerecht werden“, erläutert Projektleiter Sven Rosenkranz. In den Wintermonaten werden die Wege zwischen Platanenallee und Monopteros teilweise gesperrt. Entlang der historischen Sichtachse am Aussichtshügel werden einige Bäume gefällt. Dafür werden neue Bäume am Aussichtshügel gepflanzt.

Der historische Park ist Landschaftsschutzgebiet und steht unter Denkmalschutz. Bei der Neugestaltung geht es auch um Artenschutz. Vorgesehen ist, dass vor allem alte Bäume mit Höhlen erhalten bleiben, Totholz soll im Park liegen bleiben. Einige Sträucher und zu dichte Ahornsämlinge werden entfernt, um den geschützten Fledermäusen eine freie Flugbahn zu ermöglichen. Dazu sollen Blütensäume angelegt werden. diu

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