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Offenbach Mainturm-Kiosk Kühle Getränke auf der Hafentreppe

Essen und Trinken am Main: Der Mainturm-Kiosk soll Flair in das Baugebiet für das neue Stadtviertel in Offenbach bringen. Beim Partypublikum ist er beliebt. Sie trinken erst etwas am Leuchtturm und gehen dann feiern.

Die Sonne im Hafen genießen. Foto: Rolf Oeser

Essen und Trinken am Main: Der Mainturm-Kiosk soll Flair in das Baugebiet für das neue Stadtviertel in Offenbach bringen. Beim Partypublikum ist er beliebt. Sie trinken erst etwas am Leuchtturm und gehen dann feiern.

Der ältere Herr räkelt sich auf der Hafentreppe stehend in der Sonne und versucht mit den interessanten Verrenkungen, möglichst viele Quadratzentimeter Haut bescheinen und bräunen zu lassen. Ohnehin schon weitestgehend textilfrei, schiebt er auch noch die knappe Shorts so weit am Bauch herunter, dass man es eigentlich nicht mehr sehen möchte. Die Bemühungen versüßt er sich hin und wieder durch einen eisgekühlten Schluck aus einer Limoflasche. Die hat er kurz zuvor am Mainturm gekauft, einem Kiosk in Leuchtturmoptik, der strategisch geschickt am neuen Fahrradweg entlang des Mains mit Blick auf die Hafentreppe positioniert ist.

„Seid ihr umgezogen?“, fragt ein Radfahrer, der anhält, um eine Flasche Wasser zu holen. Reinhold Lösel, Betreiber des Kiosks, und Till Wiedenbeck, Schüler der Leibnizschule, der hier in den Ferien jobbt, grinsen. „Die Frage hören wir häufiger“, sagt Lösel. Er hat auch den Kiosk-Leuchtturm am Mainufer in Bürgel aufgebaut. Der gibt dort bereits seit 2009 ein markantes Signal, dass durstige Spaziergänger und Radfahrer hier Erfrischungen kaufen können. „Nein, wir haben hier einen neuen Standort“, sagt Lösel. „Gut“, brummt der Mann zufrieden und zieht weiter auf die Hafentreppe.

„Entspannt im Mittendrin“ wirbt ein Stückchen weiter ein riesiges Banner für das Hafenviertel. Seit die Hafentreppe am 28. April mit einem Fest eröffnet wurde, steht auch der neue Leuchtturm hier. Damit soll das neue Stadtviertel Hafen schon vor dem Einzug der ersten Mieter entspanntes Flair verbreiten, die Hafentreppe soll als Treff- und Relaxpunkt etabliert werden. So wünscht es sich die für das Hafenviertel zuständige Offenbacher Projektentwicklungsgesellschaft und hat deshalb Lösel gefragt, ob er hier nicht ebenfalls Erfrischungen anbieten wolle. „So eine Chance bekommt man nur einmal“ sagt er.

Den Turm hat der aus einer Schreinerfamilie stammende Verwaltungswirt – ebenso wie das Bürgeler Vorbild – selbst entworfen und gebaut. „Eis läuft richtig gut und alkoholfreie Limonade“, erzählt Till Wiedenbeck, „am Wochenende verkaufe ich viel Weizenbier und Pils.“ Er ist Urlaubsvertretung für die Stammbelegschaft „und es ist richtig schön, hier zu arbeiten.“

Ein Paar, das auf Inlinern unterwegs ist, holt sich zwei Eis und eine Flasche Wasser, zieht sich bis auf die Badeklamotten aus und legt sich auf die Hafentreppe. Lösel hätte aber auch entlang des Wassers Liegestühle und andere Sitzgelegenheiten im Angebot. „Das Areal rund um den Kiosk ist noch nicht fertig, hier kommt unter anderem noch ein gebundener Sandboden hin und die Hafenmauer wird noch durch ein Geländer gesichert.“ Für die erste Saison laufe das Geschäft schon richtig gut, „es hat ein bisschen gedauert, bis die Leute kapiert haben, dass der neue Radweg jetzt hier unten entlang läuft.“

Jetzt kommen die Radler, die Spaziergänger, die Bauarbeiter von der Hafenbaustelle, Familien mit Kindern und am Wochenende das Partypublikum vom Beachclub oder vom Hafen 2. „Die trinken hier erst was und gehen dann feiern.“ Wenn die ersten Wohnungen im Hafen bezogen sind, hofft Lösel auf weitere Kundschaft. Vom Nordring her sei der Zulauf noch verhalten. Drei Jahre läuft der Vertrag mit der OPG und verlängert sich automatisch, wenn keine Seite kündigt. Lösel überlegt sogar, das Angebot des Mainturms noch ein bisschen aufzustocken – in Richtung Cocktails für die Partygänger etwa.

Ein alkoholfreies Bier ordert ein Passant und fragt nach dem Fortgang der Bauarbeiten auf der anderen Seite des Hafenbeckens. „Wir sind hier auch so eine Art Infobörse für die Entwicklung des Hafengeländes“, sagt Lösel. „Ich versuche auch, auf dem neuesten Stand zu bleiben, um richtig Auskunft geben zu können.“

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