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Offenbach Lieber hier bestatten

Die Stadt weist 400 weitere Gräber für Muslime aus, die Nachfrage steigt. Vor allem die zweite und dritte Generation will oft in Deutschland begraben werden.

Die Nachfrage nach Bestattungen auf einem muslimischen Gräberfeld steigt in Offenbach jährlich an. Die erste Fläche auf dem Neuen Friedhof ist nun mit 250 Grabstellen belegt. Deshalb hat die Verwaltung der städtischen Friedhöfe jetzt ein weiteres Gräberfeld ausgewiesen, teilt die Stadt mit. Es bietet auf rund 1200 Quadratmetern Platz für etwa 400 Gräber.

Der Stadtservice habe auf den städtischen Friedhöfen ein breites Angebot, von einfachen bis aufwendigen Grabstätten, um nach Möglichkeit allen Bedürfnissen der Bürger gerecht zu werden, sagt Christian Loose, stellvertretender Leiter des Eigenbetriebs der Stadt Offenbach. Auch den muslimischen Mitbürgern biete man eigene Grabfelder, auf denen auch sarglose Bestattungen möglich seien.

Zwar haben nach Angaben von Selim Tunc, Vorsitzender der Ditib Türkisch-Islamischen Gemeinde Offenbach, nach wie vor die meisten der in Offenbach lebenden Muslime eine Sterbeversicherung, die nach ihrem Tod für die Überführung in das Herkunftsland aufkommt. Doch vor allem unter denjenigen, die in zweiter oder dritter Generation in Deutschland, beziehungsweise in Offenbach zu Hause sind, wollen immer mehr hier auch nach ihrem Tod begraben werden oder für ihre verstorbenen Angehörigen eine Grabstelle. „Mir hat eine hier lebende Türkin gesagt, dass sie ihre Mutter hier bestatten lassen möchte und nicht in der Türkei“, erzählt Selim Tunc, „in der Türkei könne sie das Grab nur einmal im Jahr im Urlaub sehen, in Offenbach sei ein Besuch jederzeit möglich.“

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