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Offenbach Keime unter Kontrolle

Das Sana-Klinikum informiert über das Thema Patientensicherheit. Knackpunkt sei die Desinfektion. Hier werde auf Schulungen des Personals gesetzt. Bei Bedarf erfolgen auch Nachschulungen.

Erklärt einem Besucher alles über Händedesinfektion: Jörg Schulz (rechts). Foto: Monika Müller

„Die Hände zu desinfizieren, ist das A und O.“ Das sagt Jörg Schulze, Leiter der Krankenhaushygiene am Sana-Klinikum, am Donnerstag, dem Internationalen Tag der Patientensicherheit. Aus Anlass dieses Tages, den das Aktionsbündnis Patientensicherheit ausgerufen hatte, hat die Klinik zwei Stände im Foyer aufgebaut, um Besucher und Patienten über die Schwerpunkte Hygiene und Sicherheit im OP zu informieren.

Am Hygienestand sind 40 leere Desinfektionsmittelflaschen aufgebaut: denn 40 Liter davon würden in der Klinik täglich verbraucht, erläutert Schulze. Der Knackpunkt liegt aber in der Anwendung. Gerade hat etwa der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe davor gewarnt, dass durch den Mangel an Pflegekräften und die hohe Arbeitsbelastung die Hygiene leide. Wie stellt das Sana-Klinikum sicher, dass auch wirklich zum Desinfektionsmittel gegriffen wird?

„Wir werten den Verbrauch des Mittels aus“, sagt Schulze. Wenn auf einer Station zu wenig verbraucht worden sei, werde das Personal nachgeschult. Zudem beobachteten er und sein Team aus vier Hygienefachkräften „stichprobenartig“, die Handhabung auf den Stationen. „Die Mitarbeiter werden außerdem jährlich geschult“, so Schulze. Die Maßnahmen seien Teil eines Gesamtkonzepts, das unter anderem auch Punkte wie Umgang mit Antibiotika oder multiresistenten Keimen umfasse.

Die Sicherheit bei Operationen wird vor allem durch ein Blatt Papier gewährleistet. Diese Checkliste müsse vollständig ausgefüllt vorliegen, „sonst wird der Patient nicht operiert“, betont die operationstechnische Assistentin Pausia Haider. Das Papier, das mehrfach von Chirurg und Anästhesist abgezeichnet werden muss, stelle etwa sicher, dass der richtige Patient an der richtigen Stelle operiert wird und – eine verbreitete Befürchtung – keine Gegenstände in seinem Körper zurückbleiben. Auch Laborwerte und Instrumente stehen auf der Liste. Wenn alle Punkte abgehakt seien, gebe es ein „Team-Timeout, und es wird noch einmal alles abgesichert“, sagt Haider.

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