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Offenbach Kampf um Respekt für Offenbach

Sozialdemokrat Felix Schwenke stellte bei seiner Wählerinitiative die Themen für den Oberbürgermeisterwahlkampf vor. Seine Gegenkandidaten waren kein Thema.

Auftaktveranstaltung der Wählerinitiative für Felix Schwenke, Werkstätten Hainbachtal, Offenbach, im Bild: x von 7
Foto: Michael Schick (Michael Schick)

Es gibt diverse Kandidaten, und es gibt Felix Schwenke.“ Oliver Old, einer der Sprecher der Wählerinitiative „Wir für Felix“ für die Oberbürgermeisterwahl im September gab die Marschrichtung klar vor. Beim Auftakttreffen der Unterstützer für den früheren Kämmerer, hauptamtlichen Stadtrat und jetzigen ehrenamtlichen Stadtrat Schwenke stand allein dessen Person im Mittelpunkt. Dass vier weitere Kandidaten für das Amt des Oberbürgermeisters kandidieren, dass die CDU erst am Donnerstag einen Kandidatenwechsel bekanntgab: kein Wort davon beim Treffen der Wählerinitiative bei der AWO im Hainbachtal.

Und so soll es auch bleiben. Es sei von Anfang an sein Konzept gewesen, sich selbst zu präsentieren, sagt Schwenke am Rande der Veranstaltung. „Ich biete mich an, und dann reicht es bei der Wahl, oder es reicht nicht. Aber die Gegenkandidaten sind kein Thema.“

230 Menschen haben sich bereits in die Listen seiner Wählerinitiative eingetragen, rund 90 Interessierte sind am Samstag gekommen. Viele bekannte SPD-Mitglieder sind dabei, darunter auch der amtierenden Oberbürgermeister Horst Schneider. Einige haben, wie auch Schwenke selbst, die Familie mitgebracht.

Aber eine Parteiversammlung ist es nicht, auch Offenbacherinnen und Offenbacher ohne SPD-Mitgliedschaft sind gekommen. „Wir sind wegen Felix Schwenke hier“, sagt exemplarisch ein Ehepaar, das im Neubaugebiet An den Eichen wohnt und den Kandidaten als Nachbarn kennt. Dort wohnt zwar auch der CDU-Kandidat Peter Freier, „aber die SPD ist mir doch näher“, sagt der Mann dann noch. Ida Todisco gehört zu denen, die erst vor Kurzem in die SPD eingetreten sind. Jetzt will sie ihren Kandidaten unterstützen.

Falls er zum Oberbürgermeister gewählt werde, würde er seinen Vorsitz in der Offenbacher SPD niederlegen, sagt Schwenke dann in seiner Rede. Der Unterschied zur SPD-Versammlung, sagt er nach dem Beifall, liege darin, dass bei den Genossen an dieser Stelle niemand geklatscht hätte. „Aber man kann nur in einem Team der Kapitän sein.“

Eine gute halbe Stunde redet der Kandidat. Dass er als Oberbürgermeister den Kampf um Respekt für Offenbach und die Verbesserung der Lebensbedingungen in Offenbach führen will, sagt er. Dazu gehöre für ihn auch die Sicherung des sozialen Zusammenhalts durch die Unterstützung der Vereine und von Kindern in Armut. Dass er Offenbach in finanzieller Hinsicht langfristig zu einer „normalen“ Stadt machen wolle, dies aber in sechs Jahren nicht zu schaffen sei. Auf dem Weg dorthin gelte es, gemäß dem Offenbacher Masterplan Unternehmen aller Branchen anzusiedeln und den Kampf um das Geld von Bund und Land zu führen, das der Stadt zustehe.

Er wolle den Bürgern zuhören und sich für ein sicheres und sauberes Offenbach und vor allem auch für bezahlbaren Wohnraum einsetzen. „Mit mir als Oberbürgermeister wird die GBO wieder Wohnungen bauen“, sagt Schwenke und meint damit sowohl geförderte Wohnungen als auch Wohnraum, der mit normalem Einkommen bezahlbar sei. „Das geht, denn mit Wohnen kann man immer Geld verdienen, auch mit öffentlich gefördertem.“

Fragen hat das Publikum im Anschluss keine, aber am Stand der Wählerinitiative sammeln Helena Wolf und Ruth Eckrich noch gut 20 neue Anmeldungen für die Wählerinitiative ein, verkaufen T-Shirts mit der „Wir für Felix“-Aufschrift und zahlreiche Ansteckbuttons. Die Unterstützer werden nun gebraucht für Wahlkampfstände, es sollen Kickers-Spiele besucht und gemeinsame Fotos mit Schwenke oder Videos mit Bekenntnis zum SPD-Kandidaten veröffentlicht werden.

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