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Offenbach Innenstadt Geld für schönere Fassaden

Die Offenbacher City soll schöner werden. Die Stadt gibt deshalb jetzt Zuschüsse an Immobilienbesitzer - wünscht von diesen aber auch eine energetische Sanierung.

24.03.2011 11:09
Jörg Muthorst
So manche Fassade könnte eine Sanierung gut vertragen. Foto: Arnold

Abblätternde Farbe, blinde Schaufenster und unverputzte Brandwände sollen aus dem Stadtbild verschwinden. Die Stadt Offenbach gibt dazu jetzt Immobilienbesitzern in der Innenstadt handfeste Anreize. Mit Zuschüssen will sie Hauseigentümer motivieren, die Fassade oder auch die Außenwerbung an ihrer Immobilie zu renovieren oder neu zu gestalten. Der Magistrat beschloss dazu Vergaberichtlinien.

Die Förderung kann bis zu 25000 Euro betragen, wenn die straßenseitige Fassade unter Einhaltung bestimmter Qualitätskriterien saniert wird. Bezuschusst werden mit 25 bis 50 Prozent der förderfähigen Kosten Vorhaben im Gebiet zwischen Berliner Straße, Kaiserstraße, Wilhelmsplatz und Geleitsstraße.

Mit dem Fassadenprogramm wird ein wichtiges Projekt der unter Bürgerbeteiligung aufgelegten Städtebau-Initiative „Aktive Innenstadt“ umgesetzt. Deren von Bund und Land zu zwei Dritteln finanziertes Budget beträgt über acht Jahre 12,5 Millionen Euro.

200000 Euro (einschließlich des städtischen Anteils) sollen jährlich in die Fassadensanierung fließen und stets neu in Wiesbaden beantragt werden, sagt Offenbachs Projektleiterin Marion Rüber-Steins vom Amt für Stadtplanung und Baumanagement. Vorausgesetzt, die Kommune könne weiterhin ihren Part der Mischfinanzierung leisten.

Oberbürgermeister Horst Schneider (SPD) erhofft sich einen „Schub für die Entwicklung der Innenstadt“. Mit dem Programm werde das Stadtbild verschönert und gleichzeitig manche Folgeinvestition ausgelöst, was dem heimischen Handwerk helfe. Erste Anfragen gebe es schon, sagt Rüber-Steins.

Die Verschönerung einer Fassade ist die eine Sache, die Wärmedämmung eine andere. Beides sei kombinierbar und auch für die energetische Sanierung gebe es öffentliche Unterstützung, sagt Rüber-Steins, verweist Interessierte dabei aber an das Amt für Umwelt, Energie und Mobilität.

Dort geht Christine Schneider, Fachreferentin Klimaschutz und Energieberatung, kostenlos und neutral auf individuelle Fragen ein und informiert über die vielfältigen, zuletzt allerdings vom Bund gekürzten Fördermittel.

Info Fassadenprogramm: www.offenbach.de, Seiten Planen, Bauen, Wohnen. Energieberatung: 069/80654260

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