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Offenbach Hafengebiet Investor vor Einstieg

Die ersten Bewohner ziehen im Dezember auf die Offenbacher Hafeninsel. Auch im restlichen Teil des Hafens gestaltet sich der Grundstücksverkauf besser als gedacht. Das Hafengebiet soll komplett erschlossen werden.

Filigran führen sie über das Hafenbecken: die beiden künftigen Brücken. Foto: OPG

Im Offenbacher Hafen geht es jetzt richtig schnell vorwärts. Im Dezember ziehen die ersten Bewohner auf die Insel, denn die ABG-Häuser im Osten sind fast fertig. Daniela Matha, Geschäftsführerin der Offenbacher Projektentwicklungsgesellschaft, teilt nun mit, dass der Verkauf der Grundstücke im restlichen Teil des Hafens sich besser als gedacht entwickelt und spricht von einer „neuen Dynamik“.

Die Käufer haben es offenbar eilig. Der zweite Bauabschnitt – das ist der Teil zwischen der Verlängerung der Taunusstraße bis zur Ludwigstraße – stehe kurz davor, von einem Investor gekauft zu werden, sagt Matha. Seinen Namen möchte sie noch nicht verraten. Das hohe Kaufinteresse ist der Grund, warum die Stadt jetzt das gesamte Baugebiet, also die Insel und die Landseite bis zur westlichen Inselspitze, für die Bebauung mit Straßen und Versorgungsleitungen erschließen möchte. Ursprünglich war vorgesehen, den Hafen schrittweise mit Straßen und Leitungen zu versehen. Neben der Verlängerung der Hafenallee und der Grünanlage ist der Bau zweier Brücken – eine für Autos und eine für Fußgänger und Fahrradfahrer – geplant.

Land bei HfG unter Druck

„Wichtig ist vor allem die Autobrücke am Ende der Hafeninsel“, sagt Oberbürgermeister Horst Schneider (SPD), „denn damit bleiben die neuen Bewohner von den Baufahrzeugen verschont.“ Die Autobrücke soll gegenüber der Heyne-Fabrik entstehen, die Fußgängerbrücke zwischen der Verlängerung der Ludwigstraße und der Taunusstraße. Beide sollen sich filigran über das Hafenbecken schwingen. Baubeginn der Autobrücke ist im Frühjahr 2014. „Die Erschließung an einem Stück bedeutet nicht, dass wir alles auf einmal bebauen“, sagt Matha, „wir sind nur bei der Vermarktung flexibler.“

Auf den in Frage kommenden Flächen, also zwischen den Achsen Taunus- und Ludwigstraße, ist Mischgewerbe vorgesehen. Laut Matha soll es ein hochwertiges Viertel werden. Architektur und Baustoffe orientieren sich an den bereits gebauten Gebäuden und Straßen. „Ich bin optimistisch, den Gewerberiegel loszukriegen“, sagt OB Schneider. Ob die Hochschule für Gestaltung einen Neubau im Hafen bekommt, ist noch offen. Matha hatte den Verantwortlichen im Land klar gemacht, dass sie die Grundstücke dafür bis Anfang 2014 reserviert, aber auch nicht länger. „2014 muss entschieden werden“, sagt sie. Der HfG-Neubau soll auf der Landseite des Hafens zwischen den beiden Brücken entstehen. Das Land als Träger der Hochschule hat ihn bislang nicht genehmigt, obwohl mündliche Zusagen bestehen.

Die Erschließung kostet die Stadt 61 Millionen Euro. Darin sind die Brücken, Straßen und Grünflächen enthalten. Zwölf Millionen wurden bereits im ersten Erschließungsabschnitt verbaut.

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