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Offenbach Haarscharf gemessen

Die Stadt untersucht die Durchfahrtshöhen aller Unterführungen mit neuer Lasertechnik.

Der neue Tetra-Laser des Offenbacher Stadtvermessungsamts. Bild: Stadt Offenbach/georg-foto Foto: georg-foto (Extern)

Straßenunterführungen können besonders für Lastwagen tückisch sein – immer mal wieder bleibt eines der hohen Gefährte an zu niedrigen Brücken hängen, so geschehen beispielsweise dieses Jahr im Februar und im April an einer S-Bahn-Unterführung in Bieber, dem „Bieberer Schlupf“. Zwar zeigen vor allen Unterführungen Hinweisschilder an, wie hoch die Passage ist, doch künftig soll diese Durchfahrtshöhe in Offenbach noch genauer bestimmt werden.

Aktuell nimmt das Vermessungsamt alle Brückenbauwerke in Offenbach unter die Lupe. Anlass ist die Genehmigung für Sonderfahrten und Gefahrguttransporte. Aufgrund der Vielzahl und der Größe der Bauvorhaben in der Stadt hat deren Zahl enorm zugenommen. Um zu prüfen, ob die zuletzt im Jahre 1985 ermittelten Daten noch stimmen, werden alle Durchfahrten überprüft.

Genutzt wird dazu eine Vermessungsstation, die in der Lage ist, Flächen zentimetergenau abzuscannen und Fotoaufnahmen zu machen. Eine neue Technik ermöglicht dem Vermessungsingenieur, sofort zu erkennen, ob er alle Ecken und Kanten einer Brücke erfasst hat. So kann später ein dreidimensionales Modell erstellt werden.

„Diese Technik soll die künftige Arbeit der Außendienstmitarbeiter erleichtern und auch neue Aufgabenfelder erschließen“, sagt Hans-Peter Bicherl vom städtischen Vermessungsamt. Bisher seien die Arbeiten, etwa bei der Sanierung der Rathaustiefgarage oder bei der Erweiterung der Messehallen sehr zeitaufwendig gewesen. Künftig könne sich, sagt Bicherl, die Arbeitszeit im Außendienst verkürzen, sodass die Mitarbeiter für den Innendienst länger zur Verfügung stehen. Auch neue Arbeiten, die bislang extern vergeben werden mussten, wie die Fassadenaufnahmen der Mathildenschule oder die Erfassung der alten Bierkeller in der Daimlerstraße, könnten durch diese Techniken künftig in der Behörde erledigt werden. „Mit dieser Technik haben wir zu den Großstädten Frankfurt und Wiesbaden aufgeschlossen“, sagt Bicherl. Auch dort habe man seit Kurzem einen Laserscanner im Einsatz und bereits gute Erfahrungen gemacht.

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