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Offenbach Gesunde Hände für Arefullah

Als der afghanische Junge drei Jahre alt war, kippte ihm heiße Milch über beide Hände. Seine Hände waren seitdem verkrüppelt. Nun wurde der Siebenjährige am Sana-Klinikum operiert.

Sieben Jahre ist Arefullah heute alt, vier Jahre lang hat er mit Händen gelebt, die nach einem Unfall mit heißer Milch durch Narben schwer gezeichnet und verkrüppelt waren. Die Vernarbungen waren so groß, dass der Junge aus der ländlichen Provinz Ghazni in Afghanistan etwa seine rechte Hand gar nicht mehr nutzen konnte.

In seiner Heimat hätte Arefullah keine Chance auf Besserung und ein Nachlassen seiner großen Schmerzen gehabt, schreibt das Sana-Klinikum in einer Pressemeldung. Die Operation wäre für seine Eltern unbezahlbar gewesen. Doch der kleine Junge hatte Glück. Die Kinderhilfsorganisation Friedensdorf International wählte ihn für eine Behandlung in Deutschland aus. Sana Offenbach übernahm die Kosten dafür und für Arefullahs Unterbringung.

Das Sana-Team um Chefarzt Henrik Menke rekonstruierte Arefullahs Hände mit mehreren plastisch-chirurgischen Eingriffen. Die vernarbte Haut wurde durch künstliche und Haut vom Oberschenkel des Jungen ersetzt. „Die Finger mussten vorübergehend mit Drähten fixiert werden, um sie wieder strecken zu können“, sagt Menke. Arefullah war tapfer und stand den Aufenthalt in der Fremde ohne seine Eltern und seine Brüder durch. Ende der vergangenen Woche ist er ins Friedensdorf nach Oberhausen zurückgekehrt, wo er weiter behandelt wird. Danach geht es zurück nach Hause, nach Afghanistan.

Informationen zum Friedensdorf International gibt es auf www.friedensdorf.de. bil

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