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Offenbach Flugzeugabgase messen

Die Stadt und die Bürgerinitiative Luftverkehr planen eine Podiumsdiskussion mit Experten zum Thema Ultrafeinstaub.

Die Stadt Offenbach möchte wissen, wie viele Flugzeugabgase sich in der städtischen Luft befinden. Das bestätigt Jürgen Weil von der AG Fluglärm, die im Dezernat von Paul-Gerhard Weiß (FDP) angesiedelt ist. Hintergrund ist ein Schreiben des Mühlheimer Bürgermeisters Daniel Tybussek (SPD) an die Städte Offenbach und Hanau. Mühlheim plant ein mobiles Messgerät für die so genannten Ultrafeinstäube anzuschaffen, die durch Flugzeugtriebwerke verursacht werden und für den Menschen schädlich sind. Das Gerät will sich Mühlheim mit anderen Kommunen teilen.

Die Stadt Offenbach hält eine eigene Messreihe durchaus für notwendig, sagt Weil. Für aussagekräftige und belastbare Messergebnisse müsse aber auch über den richtigen Standort, das richtige Gerät und die zugehörige Software nachgedacht werden. Zumal es zum Thema Ultrafeinstäube sehr unterschiedliche Meinungen gebe. Ob sich eine Kooperation mit Mühlheim und Hanau anbietet, soll sich im Rahmen dieser Erörterung zeigen.

Dafür planen die Stadt und die Bürgerinitiative Luftverkehr Ende November eine Podiumsdiskussion. Dort sollen zwei Experten, die schon bei einer ähnlichen Veranstaltung in Mühlheim aufgetreten sind, die Bürger über Aspekte und Meinungen zu Ultrafeinstaub und dessen Messung informieren.

Mit kurzen Impulsvorträgen stehen sich dann Mitglieder des Arbeitskreises Ultrafeinstaub im Bündnis der Bürgerinitiativen und ein Vertreter des Hessischen Landesamtes für Naturschutz, Umwelt und Geologie gegenüber.

Die Fraktion der Freien Wähler in Offenbach hat sich bereits auf eigene Faust bei Tybussek in Mühlheim informiert und will sich dafür einsetzen, dass sich Offenbach an der mobilen Station beteiligt. „Die Messstation muss in Offenbach so platziert werden, dass die Werte des fließenden Verkehrs die Messung nicht beeinträchtigen“, sagt Fraktionsvorsitzender Ulrich Stenger. Die Ergebnisse sollen Grundlage für Gespräche mit Fraport sein darüber, mit welchen Maßnahmen die Belastung minimiert werden kann.

Ein Messgerät für Feinstäube, wie sie durch den motorisierten Straßenverkehr verursacht werden, besitzt die Stadt Offenbach bereits. Das Gerät steht an der viel befahrenen Unteren Grenzstraße. Die Messergebnisse können Bürger auf der Seite des Landesumweltamtes unter www.hlnug.de einsehen.

 

Die Bürgerveranstaltung findet am Montag, 27. November, um 19.30 Uhr im Ostpol, Hermann-Steinhäuser-Straße 43-47, statt.

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