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Offenbach Eine andere Art des Kletterns

Auf dem Fredenhagen-Gelände entsteht bis Anfang März 2015 eine Kletterhalle. Sie soll im März 2015 ihren Betrieb aufnehmen.

Bereits Anfang März soll die Halle so aussehen. Foto: Kletterbar GmbH

Lange herrschte Stille auf dem ehemaligen Areal des Offenbacher Metallbauers Fredenhagen. Das Gelände an der Sprendlinger Straße lag seit der Insolvenz 2011 brach. Doch seit einigen Wochen können Passanten Bauarbeiten beobachten. Ein Betonplatte wurde bereits gegossen, seit knapp einer Woche sind Zimmermänner dabei, Holzständer aufzubauen. Auf dem Fredenhagen-Gelände soll eine Kletterhalle entstehen. Und auch wenn im Moment davon noch nicht all zu viel zu sehen ist, soll sie bereits im März 2015 den Betrieb aufnehmen.

Investition von 1,5 Millionen

„Die Zimmerei macht das jetzt so ähnlich wie bei einem Baukasten“, erklärt Christoph Staehle, Geschäftführer der Kletterbar GmbH und künftiger Betreiber der Kletterhalle. Innerhalb von zwei Wochen, so zumindest sieht es die Planung vor, soll die Holzkonstruktion stehen. Gut 18 Meter wird die in Holz-Ständer-Bauweise errichtete Halle am Ende hoch sein.

Sie soll nicht nur die Kletterwand, sondern auf insgesamt fünf Stockwerken auch einen Barbereich, Sitzecken, Dusch- und Sanitäranlagen sowie Büros beherbergen. Rund 1,5 Millionen investieren Staehle und sein Geschäftspartner Lutz Karpowitz in den Neubau.

Die Geschichte der Kletterbar-Macher ist die von zwei Freizeitsportlern, die ihr Hobby zum Beruf gemacht haben. Beide sind leidenschaftliche Kletterer und zudem im Alpenverein aktiv. Vor drei Jahren lernten sich Staehle und Karpowitz kennen. Und relativ schnell entstand die Idee, eine eigene Kletterhalle aufzubauen. „Wir sind beide lange genug Kletterer. Wir wissen also schon, was uns bei anderen stört“, erklärt Staehle.

In der Kletterbar soll alles ein bisschen anders werden, als in den bereits bestehenden Hallen in der Rhein-Main-Region. Kamin und Bar sollen dazu einladen, auch nach dem Klettern zu verweilen. Für Kinder soll ein eigener Bereich eingerichtet werden. Grundsätzlich orientiere man sich eher an den Bedürfnissen von Freizeit-Sportlern, als an denen von Wettkämpfern.

Schlicht „gemütlich“ solle die Halle werden, sagt Staehle, und all das bieten, was er und sein Kompagnon bei der Konkurrenz oft genug vermissen. Einschlägige Erfahrung hat Staehle bereits als geschäftsführender Gesellschafter von Taunatours in Oberreifenberg gesammelt, die unter anderem einen Hochseilgarten betreibt.

Kein Glück in Frankfurt

Hauptattraktion wird allerdings auch auf dem Fredenhagen-Areal die Kletterlandschaft sein. Knapp 2400 Quadratmeter sollen den Besuchern in der Halle und an einer Außenwand zur Verfügung stehen. Mit eine Höhe von bis zu 17,70 Meter wird die Kletterwand zu den höchsten in Hessen gehören. Ursprünglich hatten Staehle und Karpowitz nach einem Grundstück in Frankfurt gesucht. „Wobei bei unseren Konzept der Standort eigentlich nicht so wichtig ist.“

Zügig fündig aber wurden sie schließlich in Offenbach. Auch dank der Unterstützung durch das städtische Bauamt und das Amt für Wirtschaftsförderung, wie Staehle betont. Er und Karpowitz gehen davon aus, dass sich die Investition in die Kletterhalle in etwa zehn Jahren amortisiert haben wird.

Dazu beitragen sollen Kunden aus einem Einzugsgebiet im Umkreis von 50 Kilometern. „Wir sind ein neues Angebot in der Region“, sagt Staehle, „und kein Kletterer klettert gerne ständig in derselben Halle.“

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