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Offenbach Die Stadt im anderen Licht

Die Luminale verändert Offenbach. Es lohnt sich, durch die Innenstadt zu spazieren. Rathaus, Marktplatz und Einkaufscenter KOMM sind in weiße und bunte Lichter getaucht.

Bilder wie aus dem Paradies „Eukalyptus-Park“, von Michaela Zeng und André Link. Foto: Monika Müller

Es ist, als habe Offenbach seinen Sonntagsanzug angelegt, einen schwarzen natürlich, mit leuchtend weißem Hemd. Beim abendlichen Gang durch Stadt in der Woche der Luminale sind es diese Kontraste von tiefschwarz und hellweiß, die diesen Eindruck vermitteln. Festlich sieht das aus, so als habe sich jemand für eine Hochzeit fein gemacht. Das weniger Schöne, das Schmuddelige und Halbfertige, das die Stadt bei Tageslicht besehen ja auch hat, verschwindet im Dunkeln.

Künstlerisch angeordnete helle Lichter führen den Blick. Zum Beispiel an die Fassade des Deutschen Ledermuseums, das sich zum ersten Mal an der Luminale beteiligt. Exponate aus dem Museumsschatz werden da in einem Licht- und Schattenspiel an die Mauer über dem Eingangstor projiziert und Besucher in der Aktionskabine können ihre Struktur mit einem Wink verändern.

Es lohnt sich, durch die Innenstadt zu spazieren. Rathaus, Marktplatz und Einkaufscenter KOMM sind in weiße und bunte Lichter getaucht, wirken wie frisch gewaschen und schick gemacht. 35 Lichtprojekte in Offenbach zeigen den Besuchern, wie schön Lichtinstallationen sind und wie sehr sie optisch die Stadt verändern. In der Heyne-Kunstfabrik, Lilistraße 83, werden zusätzlich zu den Beleuchtungen der Fassade Lichtinstallationen in den Büros gezeigt. Die Mitglieder des Genossenschaftsvereins Creativhaus haben im ehemaligen IHK-Haus am Platz der Deutschen Einheit den Eukalyptusbaum zum Motiv ihrer Lichtkunst erwählt.

An der Stadtkirche und am EVO-Gasturm verbindet sich die Illumination reizvoll mit Geräuschen. In der Kirche erklingen klassische Musik und Gebete. Am Gasturm hat der Fotograf Bernd Georg unter dem Titel „EVO at work“ Arbeitslärm, etwa den aus dem Pelletswerk oder der eines Mülllasters, in unterschiedliche Farben übersetzt. Die Geräusche werden also sichtbar. Wenn der Künstler Matthias Block auf Höhe der Fähre einen künstlichen Mond über dem Main aufgehen lässt, beginnen die Zuschauer zu träumen. Leinwand und Projektor stehen am Maintaler Ufer und werfen Romantik nach Rumpenheim herüber.

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