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Offenbach Bekennerschreiben zu abgebrannten Polizeiautos

Der FR geht ein Bekennerschreiben zu abgebrannten Autos auf dem Gelände des Polizeipräsidiums Südosthessen zu. Wahrscheinlich ermittelt nun der Staatsschutz.

Brandstiftung in Offenbach
Die ausgebrannten Polizeiwagen auf dem Hof des Polizeipräsidiums in Offenbach. Foto: Polizeipräsidium Südosthessen/dpa

Bei der Frankfurter Rundschau ist gestern Nachmittag ein anonymes Bekennerschreiben zu den drei abgebrannten Polizeiautos eingegangen, die Freitagnacht auf dem Parkplatz des Polizeipräsidiums Südosthessen in Flammen aufgegangen waren. Dabei war ein Schaden von 70000 Euro entstanden. In der Mail heißt es: „Ja, dies ist ein Angriff auf die Polizei. Dies ist ein Angriff auf eine Ordnungsmacht, die für viele Menschen täglich Erniedrigung, Gewalt und Ausschluss bedeutet.“

Weiter ist die Rede vom „Hass auf die Polizei“, von willkürlichen Kontrollen in Offenbach und von Schikanen, ohne dass dies mit Orts- oder Zeitangabe belegt würde. Der oder die Verfasser nehmen ferner Bezug auf die vier Festnahmen in Offenbach und Frankfurt wegen der G20-Ausschreitungen sowie auf den Protest im Hambacher Forst.

Der Polizei liege bislang kein derartiges Schreiben vor, sagte Sprecher Rudi Neu. Nach seinen Angaben steht fest, dass Brandstiftung vorliegt. Bislang sei die Tat mit Unterstützung des Landeskriminalamts als Brandfall bearbeitet worden, da zu den Hintergründen nichts bekannt gewesen sei. Da die Tat möglicherweise politisch motiviert gewesen sei, werde nun der Staatsschutz weiter ermitteln. Neu zufolge wird das Polizeigelände videoüberwacht. Die Vorwürfe wies er zurück. „Schikanen sind mir völlig unbekannt.“ 

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