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Offenbach 570 Landungen nach 23 Uhr

Eine Bürgerinitiative kritisiert Verkehrsminister Al-Wazir als „lahme Ente“, weil er nur in 49 Fällen ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet hat.

Das Nachtflugverbot sei eine Mogelpackung und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir „eine lahme Ente“ – er bezeichne die vielen Verstöße gegen die Nachtflugbestimmungen zwar als „unhaltbar“, handele aber nicht. Mit scharfer Kritik am grünen Minister und an den Fluggesellschaften hat die Bürgerinitiative Luftverkehr Offenbach (BIL) auf die immer häufiger nach 23 Uhr in Frankfurt landenden Maschinen im ersten Halbjahr 2018 reagiert.

Nach Angaben der BIL-Vorsitzenden Ingrid Wagner waren in den ersten sechs Monaten 570 Flugzeuge in der Stunde vor Mitternacht gelandet. Allein im Juni seien es 303 Maschinen, im Mai 185 gewesen. Die Starts seien in diesen Zahlen noch nicht einmal berücksichtigt, schreibt sie.

Lediglich in 49 Fällen habe Al-Wazir ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet, moniert Wagner. Ihrer Ansicht nach zeigt die Zunahme der Verstöße, dass inzwischen andere Fluggesellschaften dem Negativbeispiel des Billigfliegers Ryanair folgten, der regelmäßig gegen das Nachtflugverbot verstoße.

Das Flugverbot in der Zeit von 23 bis 5 Uhr sei als großer Erfolg gefeiert worden, tatsächlich sei es jedoch „löcherig wie ein Schweizer Käse“, moniert die Initiative. Es werde verschwiegen, dass Maschinen auch noch in der Zeit von 23 bis 24 Uhr landen dürften, wenn sich die Verspätung nicht „bereits aus dem Flugplan ergibt“. Starts seien erlaubt, sofern „die Gründe für die Verspätung außerhalb des Einflussbereichs der Airline liegen“. Wagner spricht von einem „Gummiparagrafen“.

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