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Migranten in Offenbach Offenbach ist Spitze bei Integration

Offenbach erhebt eigene Daten rund um das Thema Integration und folgt damit dem Konzept des Integrationsmonitorings des Landes. Dafür erhält die Stadt Lob.

Migranten in Offenbach
Offenbach ist in Deutschland die Stadt mit dem höchsten Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund. (Symbolbild) Foto: Andreas Arnold

Offenbach ist die Stadt in Deutschland mit dem höchsten Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund, 159 Nationalitäten leben hier zusammen. Liegt der Migrantenanteil im Bund bei 21 Prozent und in Hessen bei 28 Prozent, so haben in Offenbach 60,8 Prozent der Menschen einen Migrationshintergrund. Seit 2015 erhebt die Stadt eigene Daten rund um das Thema Integration und folgt damit dem Konzept des Integrationsmonitorings des Landes.

Staatssekretär Jo Dreiseitel (Grüne), Bevollmächtigter des Landes für Integration, hat bei einem Besuch das Offenbacher Vorgehen gelobt. „Von der Entwicklung und dem Engagement Offenbachs können andere Städte nur lernen“, sagte Dreiseitel. Bisher verfügen knapp acht der 33 hessischen Gebietskörperschaften über ein eigenes Integrationsmonitoring, darunter die Städte Frankfurt, Wiesbaden und Kassel.

Den Herausforderungen, die ein hoher Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund mit sich bringe, stelle sich die Stadt vorbildlich: So habe Offenbach mit 53,7 Prozent die höchste Anzahl an sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten mit Migrationshintergrund in Hessen, in Wiesbaden liegt die Quote bei 49 Prozent und in Frankfurt bei 46,6 Prozent. „Wir beobachten die unterschiedlichen Entwicklungen sehr genau, unsere Erhebungen liefern der Politik die Grundlage für Handlungsempfehlungen, sagt Matthias Schulze-Böing, Leiter des städtischen Amtes für Arbeitsförderung, Statistik und Integration. Das Amt verstehe sich als „Navigationssystem“ für die Integration.

So gebe es in der Stadt umfangreiche Programme, um die Zahl der Schulabbrecher mit Migrationshintergrund zu senken oder um Hilfestellungen beim Übergang von der Schule in den Beruf zu geben. Gut für das Zusammenleben in der Stadt sei, dass es keine extreme Ungleichverteilung der Menschen mit Migrationshintergrund gebe. „Wir streben eine gute Durchmischung an – so entstehen keine von bestimmten Gruppen dominierte Viertel und man muss sich eben auch auf Deutsch verständigen“, sagt Schulze-Böing.

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Zuwanderung Rhein-Main

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