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Luminale in Offenbach Bahnhof wird zum Kunstort

Am Hafen in Offenbach gibt es interaktive Installationen und „Sternstunden“ zu bewundern.

Luminale in Offenbach
Das Kollektiv „Xenorama“ bespielt den Hauptbahnhof mit einer interaktiven Projektion. Foto: Monika Müller / Xenorama

Der heruntergekommene und nur noch von wenigen Reisenden genutzte Offenbacher Hauptbahnhof mit dem charmanten, aber auch verwahrlosten Biergarten neben dem Eingang wird sich während der Luminale in einen spannenden Kunstort verwandeln. Am Eröffnungssonntag (18. März) wird das Kollektiv „Xenorama“ die Front des Bahnhofs mit einer interaktiven Projektion bespielen. Im Innern gibt es weitere Installationen sowie Taschenlampen-Führungen.

Der Hauptbahnhof ist erstmals bei der Luminale dabei. Zu verdanken ist dies der 2017 gegründeten Initiative „HBH OF“, die für eine Umnutzung des Gebäudes eintritt und mit fünf Beiträgen während des Festivals den Ort stärker ins öffentliche Bewusstsein rücken möchte.

Besucher können an einer „Interaktions-Station“ ihre Reaktionen auf die Frage „Is broadband to the 21th Century what railways were to the 20th Century?“ (Ist Breitband für das 21. Jahrhundert das, was Eisenbahnen fürs 20. Jahrhundert waren?) über ihre Mobilgeräte an einen E-Mail-Server im Gebäude schicken, der die Daten auf die Fassade projiziert und in Soundsignale umwandelt. Nach Angaben der Luminale-Geschäftsführerin Isa Rekkab zeigen die Installationen im Bahnhof „Visionen, was sich dort ändern könnte“.

Einen Besuch lohnt auch das Atelierhaus B71 (Bettinastraße 71) im Nordend. In der einstigen Leder-Stanzfabrik befinden sich heute Ateliers und ein Ausstellungsraum. Die dort ansässigen Künstlerinnen werden während der Festivaltage die Frontseite des Gebäudes mit Hilfe einer Videoinstallation „begrünen“ beziehungsweise Küchenschaben über das Haus laufen lassen. Der Veranstaltungsraum wird zur öffentlichen Kunstbühne, Besucherbeteiligung ist erwünscht. Ebenfalls im Nordend wird Fabio Kempfs die begehbare Installation „Sternstunden“ auf dem Hafenparkplatz (Nordring 117 bis 121) präsentieren. Nicht weit entfernt davon erwartet Besucher in der evangelischen Johanneskirche (Ludwigstraße 131) eine Lichtinstallation mit Musik.

Das Rathaus wird von Studierenden der Hochschule für Gestaltung bespielt, die zudem am Waggon am Kulturgleis (Mainstraße 1) eine Licht- und Soundinstallation zeigen. Der Kunstverein im Einkaufszentrum Komm (Aliceplatz 11) beteiligt sich mit drei Projekten an der Luminale, eines davon ist „BAF“ - Bunte Armee Fraktion“. Die Vernissage von BAF beginnt am Sonntag um 18 Uhr; die Finissage am Freitag, 23. März, ab 18 Uhr bietet „Lichtexperimente im erotischen Aktionsfilm“ Diskussion und Live-Performance.

Einen Dreiklang aus Musik, Video und Licht inszenieren die Stadtkirche und die französisch- reformierte Kirche (Herrnstraße 44 beziehungsweise 66). In der katholischen Kirche St. Paul (Kaiserstraße 60) wird die Gruppe Lichtpunkt am 23. März von 20 bis 24 Uhr unter dem Motto „Feuer.Wasser.Erde. 2.0“ den Kirchenraum illuminieren. Die Musik dazu hat der Offenbacher Renée Abe komponiert.    

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