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Kreis Offenbach Entscheidung zu Tierheim aufgeschoben

Die Bürgermeister der Trägerkommunen des Tierheims Dreieich sehen plötzlich keinen „akuter Handlungsbedarf“ mehr. Sie wollen weitere Gespräche mit möglichen Kooperationspartnern wie den Tierschutzvereinen und der Tierherberge Egelsbach führen.

Wer das heruntergekommene Tierheim Dreieich mit seinen kahlen Zwingern und Käfigen kennt, wundert sich über die gemeinsame Mitteilung der neun Kommunen, die das Haus finanzieren, und des Kreises Offenbach zur weiteren Zukunft der Einrichtung. „Es besteht kein akuter Handlungsbedarf für eine neue Vereinsstruktur mit einem strategischen Partner“, sagte Landrat Oliver Quilling (CDU) nach der dringend erwarteten Sitzung am Dienstagvormittag im Kreishaus.

Die Ansage kommt überraschend; eigentlich war erwartet worden, dass bei dieser Sitzung eine Entscheidung über ein neues Konzept für das Tierheim entschieden werden würde. Am Montag war bekannt geworden, dass nach Dietzenbach auch Rodgau als größter Beitragszahler zum Ende 2015 aus der Solidargemeinschaft der Trägerkommunen ausscheiden würde.

Man habe als Konsens der gestrigen Besprechung festgehalten, dass der Verein das kommende Jahr nutzen werde, um sich unter einem neuen Vorstand zu konsolidieren. Darüber hinaus wolle man unter Federführung der Bürgermeister Dieter Zimmer (SPD) aus Dreieich, Jürgen Sieling (SPD) aus Egelsbach und Herbert Hunkel (parteilos) aus Neu-Isenburg unter Beteiligung des Vorstands des Tierheims Dreieich Gespräche mit Kooperationspartnern wie den Tierschutzvereinen und der Tierherberge Egelsbach führen. Die Tierschutzvereine hatten bereits vor längerer Zeit ausführliche Konzepte vorgelegt.

In Dietzenbach fühlt man sich gut gerüstet für das Ausscheiden aus dem Tierheim-Trägerverein zum Ende dieses Jahres. Die Stadt habe einen Vertrag über eine Pauschalsumme mit dem Tierheim Darmstadt-Griesheim für Fundtiere geschlossen, sagte Ordnungsamtsleiter Markus Hockling der FR. „So viele Tiere sind das auch gar nicht, die gefunden werden, alle zwei Monate ein Hund und alle drei eine Katze“, sagte er. Meist könne man das Tier dank eines Chips oder einer Tätowierung schnell identifizieren. „Allerdings bezahlen wir künftig nur noch ein Drittel von dem, was uns Dreieich gekostet hat“, sagte er.

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