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Konkurrenz für Deutsche Bahn Staatssekretär unterstützt Deinbus.de

Mit einem Besuch bei der von der Bahn verklagten Fernbuszentrale Deinbus.de in Offenbach hat Staatssekretär Steffen Saebisch (FDP) seine Unterstützung für das junge Unternehmen bekundet.

Das Anbieten von kostengünstigen Fernverkehrsverbindungen über das Internet sei eine „spannende betriebswirtschaftliche Idee“, sagte der Staatssekretär im Wirtschafts- und Verkehrsministerium. Es sei dringend nötig, dass das Personenbeförderungsgesetz so geändert werde, dass es Firmen ermöglicht werde, der Deutschen Bahn Konkurrenz zu machen, sagte Saebisch. Das hatte das Bundesverkehrsministerium gerade am Montag angekündigt.

Deinbus.de wurde vor einigen Monaten von der Deutschen Bahn verklagt, weil diese das Geschäftsmodell für wettbewerbswidrig hält. Das Verfahren läuft noch, ein für Januar angesetzter Verhandlungstermin vor dem Frankfurter Landgericht wurde auf den 17. März verschoben. Er wolle sich zwar nicht in ein laufendes Verfahren einmischen, betonte Saebisch. Dennoch müsse man die Bahn fragen, „ob das alles verhältnismäßig ist“. Zumal angesichts der Entwicklung im Bund klar sei: „Die Liberalisierung kommt.“

Das gelte aber nur für den Fernverkehr, in dem die privatwirtschaftlich arbeitende Bahn agiere, nicht für den Nahverkehr, der öffentlich gefördert werde.

Deinbus.de wurde im Jahr 2009 von drei damaligen Studenten in Friedrichhafen gegründet. Inzwischen haben Christian Janisch, Ingo Mayr-Knoch und Alexander Kuhr ihren Bachelor in Betriebswirtschaftslehre und agieren von ihrer Zweigstelle in der Heynefabrik aus. Ihr Geschäftsmodell: Ähnlich einer Mitfahrzentrale bieten sie Fernfahrten an – nicht mit privaten Autos, sondern mit Bussen zu günstigeren Preisen als ein normales Bahnticket kostet. Derzeit führen etwa 20 Busse pro Woche, sagten die Jungunternehmer. Wer eine Strecke fahren will, kann sich per Internet anmelden, kommen genügend Mitfahrer zusammen, chartert Deinbus.de einen Bus. Spätestens eine Woche vorher steht fest, ob die Fahrt zustande kommt. Beliebt ist derzeit die Strecke Frankfurt – Köln für 12,50 Euro.

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