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Journalist aus Offenbach Zwischen Soldaten und Taliban

Der gebürtige Pakistaner Shams Ul-Haq spricht als Journalist mit allen Seiten in der Konfliktregion Afghanistan/Pakistan und berichtet darüber.

Bildung. Lesen und Schreiben sind der Schlüssel zu einem friedlicheren und vor allem stabileren Leben in Afghanistan und Pakistan. Davon ist der gebürtige Pakistaner Shams Ul-Haq überzeugt. Denn wenn alle Menschen selbst lesen könnten, was wirklich im Koran stehe, würden sie nicht den Mullahs glauben, die ihnen weismachten, dass sie gegen die Christen kämpfen müssten. Und sie könnten sich in Zeitungen selbst informieren, sagt er.

Von diesen Einschätzungen und seinen Aufenthalten in Afghanistan und Pakistan will der 35-jährige Unternehmer und freie Journalist am Dienstag in der Volkshochschule Offenbach berichten. Gesprochen hat Ul-Haq mit deutschen Militärangehörigen ebenso wie mit Mitgliedern unterschiedlicher Taliban-Richtungen. Er wisse, wie schwer es in Afghanistan für „meine deutschen Soldaten“ sei. Und dennoch habe der Einsatz bisher dem Land wenig gebracht. „Hätten wir das Geld zehn Jahre lang in die Bildung von Kindern und die Ausbildung von Polizisten und Beamten gesteckt, wären wir weiter“, sagt er. Auch kämen die westlichen Länder nicht darum herum, mit den Taliban zu verhandeln.

Shams Ul-Haq ist in einer Stadt in der Nähe von Lahore in Pakistan in einer armen Familie aufgewachsen. Um sich die Schule leisten zu können, habe er abends Wassermelonen und Getränke am Busbahnhof verkauft, berichtet er. Mit 15 Jahren sei er mit Hilfe eines Stipendiums nach Bad Marienberg gekommen: „Ich bin ein überzeugter Westerwälder.“ Der gelernte Schweißer arbeitete bei verschiedenen Firmen, unter anderem als Chef eines Call-Centers. Seit einigen Jahren arbeitet er als freier Journalist für deutsche und internationale Medien. In Offenbach lebt Shams Ul-Haq seit zwei Jahren, im Nordend hat er einen Handyladen mit Postagentur. Zwei Postagenturen betreibt er in Frankfurt, weitere sind geplant.

Doch wirklich am Herzen liegt ihm, die Menschen darüber aufzuklären, was in den Ländern seiner Heimatregion passiert und wie die Situation verändert werden könnte.

Vortrag und Diskussion zu „Terrorismus in Süd- und Zentralasien“ beginnen am Dienstag, 26. Oktober, 19 Uhr, in der Volkshochschule, Berliner Straße 77. Infos auch unter www.s-haq.com.

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