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Fußballer Hermann Nuber Ehrung für den Eisernen Hermann

Fußballer Hermann Nuber bekommt den Ehrenpreis der Stadt Offenbach. Rudi Völler hält bei Sportgala die Laudatio auf das Kickers-Urgestein.

20.02.2013 21:59
Juliane Mroz
Fußballer Hermann Nuber erhält für sein sportliches Lebenswerk den Ehrenpreis der Stadt. Foto: Monika Müller

Hermann Nuber bekommt den Ehrenpreis der Stadt Offenbach. Der 77-Jährige wird damit für sein Lebenswerk als Fußballspieler und -trainer geehrt. Den Pokal wird ihm Offenbachs Bürgermeister und Sportdezernent Peter Schneider (Grüne) bei der Sportgala am Freitag, 1. März, im Offenbacher Capitol überreichen. Die Laudatio hält Fußballstar Rudi Völler – er ist einer von Nubers Zöglingen.

Nuber wird als sechster Sportler mit dieser Auszeichnung bedacht. Vor ihm haben schon Fechterin Cornelia Hanisch, Kickers-Ehrenpräsident Waldemar Klein, Schwimmer Michael Groß sowie Fechter Hans Hubert den Ehrenpreis erhalten – und auch Rudi Völler. „Das ist aber kein Ranking; wer den Preis wann bekommt, hängt mehr davon ab, bei wem es zeitlich jeweils passte“, sagt Sportamtsleiter Jürgen Weil. „Die Reihenfolge der Ehrungen sagt nichts über die Höhe des Podestes aus“, fügt Schneider hinzu.

Dem Verein treu geblieben

Jetzt also Nuber, Offenbacher Urgestein und Fußballheld. „Der Eiserne Hermann“ wird er auch genannt, „weil er immer eisern bei den Offenbacher Kickers geblieben ist, was ja ganz selten war“, so Weil. Von 1953 bis 1971 war Nuber als Abwehrspieler mit der Nummer 5 aktiv und spielte Ende der 60er und Anfang der 70er Jahre in der Bundesliga.

Doch beim größten Erfolg in der Vereinsgeschichte, dem DFB-Pokalsieg 1970, fehlte er: „Ich hatte meine Fußballschuhe vorübergehend an den Nagel gehängt.“ In der darauffolgenden Bundesliga-Saison stieg Nuber dann nochmal ein, „um den Abstieg zu verhindern.“ Auch beim legendären Endspiel um die deutsche Fußballmeisterschaft zwischen OFC und Eintracht Frankfurt im Juni 1959 im Berliner Olympiastadion kämpfte und verlor Nuber, damals 23 Jahre alt, mit den Kickers. 1968 wurde er bei der Wahl zu Deutschlands Fußballer des Jahres Zweiter hinter Franz Beckenbauer.

Nach seiner Spieler-Karriere kümmerte Nuber sich als Trainer selbst um den Nachwuchs und entdeckte dabei neben Völler auch Uwe Bein, Oliver Reck und Jimmy Hartwig.

„Kurz und schmerzlos“, so stellt sich Nuber seine Ehrungszeremonie vor. „Es hat mich überrascht, dass ich geehrt werde, denn ich bin ja schon sehr alt“, sagt er augenzwinkernd. „Wir sind froh, dass wir einen wie dich haben“, entgegnet ihm Schneider.

Neben Nuber werden bei der Sportlergala 356 aktive Sportlerinnen und Sportler mit Medaillen ausgezeichnet. Sie alle wohnen in Offenbach oder sind Mitglied in Offenbacher Vereinen, waren 2012 Olympiateilnehmer oder wurden Welt-, Europa-, Deutsche oder Hessenmeister. Bei der Sportlerwahl 2012 werden außerdem die Sportlerin, der Sportler und die Mannschaft des Jahres gekürt, die von Lesern der Offenbach Post gewählt wurden.

Moderiert werden Ehrung, Musik- und Showprogramm von dem Comedian Felix Gaudo. Beginn ist am 1. März um 19.30 Uhr im Capitol, Goethestraße 1. Tickets gibt es für 20 Euro im Sportamt, Telefon 069-80653102, oder an der Abendkasse.

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