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Flugverkehr Schneider: Nicht noch mehr Flugzeuge

Bürgermeister Peter Schneider (Grüne) fordert, dass eine höhere Zahl an Fliegern den Airport von Westen her ansteuert.

17.01.2013 22:14
Ein Frachtflugzeug im Landeanflug auf den Frankfurter Flughafen. Foto: dapd

Bürgermeister Peter Schneider (Grüne) will nicht, dass mehr Flugzeuge ihren Landeanflug über Offenbach vornehmen. Deshalb versucht er zu verhindern, dass die Rückenwindkomponente (RWK) von fünf auf sieben Knoten erhöht wird, wie es im Expertengremium Aktiver Schallschutz am Umwelthaus diskutiert wird. Außerdem möchte er das RWK-System ganz kippen.

Die RWK wurde vor 20 Jahren für Landungen und Starts in Richtung Westen eingeführt, um die näher am Airport gelegenen Kommunen Raunheim und Flörsheim zu entlasten. Das hat zur Folge, dass jetzt an durchschnittlich 265 Tagen im Jahr die Flugzeuge den Landeanflug über Offenbach fliegen. Eine Erhöhung der RWK würde laut Schneider diese Zahl auf 315 steigern.

Dieter Faulenbach Da Costa, der ein Gutachten des Deutschen Wetterdienstes auswertete, hält eine RWK für nicht erforderlich. 40 Prozent der Anflüge könnten von Westen organisiert werden, und nicht wie jetzt 25 Prozent. Schneider fordert, dass die Deutsche Flugsicherung (DFS) entsprechende Weisungen an die Lotsen erlässt. DFS-Sprecher Axel Raab sagt, dass die DFS Auflagen zu erfüllen habe. Eine Erhöhung auf sieben Knoten hält er für nicht durchsetzbar, weil der Anflugwinkel von 3,2 (früher 3) Grad nicht eingehalten werden könne. Für Günter Lanz, Geschäftsführer des Umwelthauses, ist dies eine Geisterdiskussion, weil für die Einführung der erhöhten RWK eine Ausnahmegenehmigung vom Land und Sicherheitsanalysen notwendig seien. (mre.)

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