Lade Inhalte...

Festival junger Talente Feiern in zwei Städten

(Stadt-)Grenzen waren gestern: Zum ersten Mal präsentieren sich junge Künstler in Offenbach und in Frankfurt. Die Beteiligten kommen schon immer aus der ganzen Region, vier Kunst- und Theaterinstitute kooperieren.

Auf dem EVO-Gelände in der Andrestraße proben Studierende für das Festival junger Talente. Foto: Andreas Arnold

Was die Politik nicht hinkriegt, die Kultur schafft es“, sagt Grete Steiner. Die Kommunalpolitikerin und ehemalige Lehrerin hat vor zehn Jahren in ihrer Heimatstadt Offenbach das „Festival junger Talente“ initiiert und freut sich, dass es in diesem Jahr zum ersten Mal den Sprung über die Stadtgrenze von Offenbach macht und Programm an zwei Wochenenden bietet. So werden sich rund 100 junge Künstler aus der Region am kommenden Wochenende in der alten Werkstatt der Energieversorgung Offenbach präsentieren und am Wochenende darauf in der ehemaligen Diamantenbörse, einem zehnstöckigen Bürobau in Frankfurts Innenstadt. Gezeigt werden zahlreiche neue Produktionen, einige Studierende haben sich passend zu den Orten mit Energie, Büroarbeit oder Diamanten auseinandergesetzt.

Die Beteiligten kommen schon immer aus der ganzen Region, vier Kunst- und Theaterinstitute kooperieren: die Hochschule für Gestaltung in Offenbach (HfG), die Hochschule für Musik und Bildende Künste (HfMDK) und die Städelschule in Frankfurt und das Institut für Angewandte Theaterwissenschaften in Gießen (ATW). Und die Studierenden arbeiten auch untereinander über Hochschulgrenzen hinweg zusammen, berichtet Professor Heiner Goebbels vom ATW. Dazu gehören Romain Thibaud Rose und Valentin Haller von der HfMDK und Hyewon Kim (HfG) mit ihrer Performance „Hop-per-meabel“ in der alten Diamantenbörse.

In Offenbach steht vom 10. bis 12. September die szenische Kunst mit Tanz, Musik, Theater und Performances im Mittelpunkt, hinzu kommen ortsbezogene Installationen, insgesamt rund 30 Werke. So haben die fünf HfG-Studenten David Bausch, Yacin Boudalfa, Ruben Fischer, Marco Jose Poblete Young und Christian Weinheimer eine Tankstelle auf dem Gelände des Energieversorgers zum Mittelpunkt ihrer Holzinstallation gewählt.

In der Performance „Self made EVO“ setzen sich Figen Aksoy, Meret Kiderlen und Isabelle Zinsmaier (ATW) im EVO-Turm mit dem Blick auf das Industriegelände auseinander und geben den „bislang verborgenen Werkgeräuschen einen Rhythmus“.

Das Wochenende darauf sind 27 Werke quer durch alle künstlerischen Sparten in der Diamantenbörse zu sehen: Film, Video, Skulptur, Fotografie, digitale Medienkunst, Soundarbeiten. So zeigen Christoph Bovermann und Alexander-Maximilian Giesche (ATW) im ehmaligen Tresorraum mit Lichtreflexionen, Musik und Bewegung die 58 Flächen, die bei einem Standard-Diamant geschliffen werden. Im Erdgeschoss richten Helena Schlichting und Daniela Kneip Velescu ihr „Bureau“ ein, das als Archiv, Salon und Arbeitsplatz dienen soll.

Für die EVO ist es nicht das erste Mal, dass sie Künstler auf dem Gelände fördert. Regelmäßig gibt es Ausstellungen im Turm. Zudem lief in der alten Werkstatt vor einigen Jahren das Offenbach-Musical „Das Wüste lebt“.

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
  • Nutzungsbasierte Onlinewerbung
  • Mediadaten
  • Wir über uns
  • Impressum