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City-Passage Geschäftshaus statt Ladenzeile

Neues Konzept für die City-Passage mit Textilwaren und Unterhaltungselektronik

25.02.2012 22:15
Jörg Muthorst
Im Zeitgeist der 70er erbaut: Offenbachs City-Passage. Foto: Andreas Arnold

In die alte Schwind-Immobilie in der Frankfurter Straße 39-45 kommt Bewegung. Die Tage der seit 2009 zu großen Teilen leerstehenden City-Passage zwischen Fußgängerzone und Stadthof scheinen gezählt. Die Bad Neustädter Ziegler Beteiligungsgesellschaft will hier bis 2013 ein modernes Geschäftshaus mit Kaufhauscharakter errichten. Der jahrelange Leerstand in prominenter City-Lage hätte ein Ende.

Pläne des Investors, den um einen Innenhof mit Pavillon gruppierten wabenförmigen Komplex durch ein Geschäftshaus mit weniger kleinteiligen Verkaufsflächen zu ersetzen, reiften schon vor drei Jahren, ließen sich aber nicht wie erhofft umsetzen.

Zwischenzeitlich wurde die zweigeschossige Ladenzeile entmietet. Nur Tchibo, Metzgerei Zeiss und die Spielothek Fun Park mit ihren langfristigen Bestandsverträgen blieben noch im Haus. Sie werden auch in den Nachfolgebau wieder einziehen.

Geplant, allerdings von städtische Seite noch nicht genehmigt ist ein dreigeschossiger Komplex mit zwei 15 Meter hohen Flügeln und einem 18 Meter hohen Treppenhaus- und Technik-„Turm“ in der Mitte. Hinter der großzügig verglasten Fassade erstrecken sich 7000 Quadratmeter Geschossfläche. Eine Rolltreppe führt zu den oberen Etagen.

Das Haus sei bereits voll vermietet, sagt Projektentwickler Klaus Ziegler. Geplant sind ein Unterhaltungselektronikmarkt über zwei Geschosse mit einer Gesamtmietfläche von 3900 Quadratmetern und ein Textilmarkt mit 1500 Quadratmetern. Hinzu kommen die Spielothek mit 668, der Kaffeeröster mit 300 und die Metzgerei mit 130 Quadratmetern. Von der Fußgängerzone aus betrachtet reihen sich von links Funpark (nun mit direktem Zugang von der Frankfurter Straße aus), Tchibo, Zeiss, Textilmarkt und Elektronikmarkt (mit Erdgeschoss-Zugang zu den oberen Verkaufsetagen). Zum Textilmarkt führt auch ein rückwärtiger Eingang im Stadthof.

Gerade über diese Rückseite aber sind sich Bauherr und Stadt noch nicht einig. Nur ein Teil der Fassade ist ebenso verglast wie die Front in der Fußgängerzone, der andere, zum einstigen IHK-Gebäude zeigende Abschnitt jedoch nicht. Die Stadt dringt auf eine durchgehende Auflockerung, will im Stadthof, der bald umgestaltet werden soll, keinen „Hinterhofcharakter“ entstehen lassen.

Auf städtischen Wunsch hin will Ziegler den Komplex jetzt drei Meter zurückversetzen, die Rückfront mit Fensterbändern stärker öffnen und die Anlieferung mit Glas einfassen. Möglichst noch im März möchte er den Bauantrag stellen, das Geschäftshaus dann in zwei Bauabschnitten bis Ende 2013 fertigstellen.

Stadt stellt B-Plan auf

Unterdessen bemüht sich die Kommune, in einem Städtebaulichen Konzept Entwicklungsziele für den Stadthof und die Bebauung an seinen Rändern festzulegen. Mit Hilfe eines Bebauungsplans, der bislang nicht für das Gebiet existiert, will sie in die Entwicklung steuernd eingreifen. Zu den Vorgaben gehören neben der Fassadengestaltung auch die Höhe oder die Nutzung der Gebäude. Spielhallen und Wettbüros sollen ausgeschlossen werden. Das könnte auch das aktuelle Bauprojekt beschneiden. Ziegler ist dennoch zuversichtlich, sich mit der Stadt verständigen zu können.

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