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Auftritt in Dietzenbach Protest gegen Pierre Vogel

Die umstrittenen islamistischen Prediger Pierre Vogel und Sven Lau sprechen vor 240 Zuhörern in Dietzenbach (Kreis Offenbach) - ein Teil von ihnen allerdings ausdrücklich aus Protest gegen die salafistischen Wanderprediger.

Pierre Vogel bei seinem Auftritt in Dietzenbach Foto: Sascha Rheker

Ohne Zwischenfälle ist eine Kundgebung der umstrittenen islamistischen Prediger Pierre Vogel und Sven Lau am Sonntagnachmittag in Dietzenbach (Kreis Offenbach) verlaufen. Auf dem Parkplatz des Waldschwimmbads am Rande der Stadt sprachen die Männer über die Attentate in Oslo sowie über Tod und Hölle. Dabei hörten ihnen laut Polizei rund 240 Menschen zu, darunter etwa 40 lokale Politiker und Bürger, die durch ihre Anwesenheit ihren Protest gegen Vogel ausdrücken wollten. Zu ihnen gehörten die Jusos im Kreis Offenbach, der CDU-Landtagsabgeordnete Ismail Tipi, Dreieichs Bürgermeister Dieter Zimmer, die Junge Union und die Dietzenbacher Stadtverordneten Ulrike Alex (SPD) und Guido Kaupat (CDU). Organisator Hamsa Bouras sprach von 600 Zuhörern.

„Pierre Vogel ist hier nicht erwünscht“, sagte Tipi, zu dessen Wahlkreis Dietzenbach gehört. Mit seinen Hasspredigten sei Vogel vor allem für junge Menschen eine Gefahr. Vogel und Lau werden zu den Salafisten gezählt, für den Verfassungsschutz eine gefährliche islamistische Gruppe.

Zu Beginn seiner Rede zog Vogel eine Parallele zwischen der Verfolgung der Juden durch die Nationalsozialisten und heutigen Angriffen auf Muslime. 1933 habe Hitler zunächst Sozialdemokraten und Kommunisten verfolgt, um den Antisemitismus weiter durchzusetzen, sagte er. Der Attentäter von Oslo sei vom Hass auf Muslime getrieben und habe nun ebenfalls Sozialdemokraten angegriffen. Ein solcher Vergleich zwischen Juden und Muslimen sei „nicht zu vertreten“, sagte Filippos Kourtoglou, Vorsitzender der Jusos. Mit anderen hielt er Transparente hoch mit „Freiheit, Demokratie, Emanzipation“.

Mit Dietzenbach hatte Vogel in zehn Monaten mindestens fünf öffentliche Auftritte im Rhein-Main-Gebiet (Wiesbaden, Offenbach, zweimal Frankfurt). Eigentlich hatte er erneut in Frankfurt sprechen wollen. Wegen des Ironman wurde ihm dies verwehrt.

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