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Anlagenring Entspannung vor der Tür

Seit 1986 steht der Anlagenring als prägendes grünes Element des Offenbacher Stadtbildes unter Denkmalschutz. Jetzt wird der östliche Teil saniert.

Ein Stück Grün in der Stadt: Der Anlagenring zwischen Eigenheimstraße und Lichtplattenweg. Foto: Michael Schick

Die Idee zu einem Grüngürtel rund um den Stadtkern, der zum Flanieren unter Bäumen einlädt, stammt aus dem 19. Jahrhundert: Eine promenadenähnliche Umfassungsstraße um die Stadt forderte 1842 die Gesellschaft zur Anlage eines Spazierweges um die Stadt. Und – den heutigen Stadtvätern würde das Herz jauchzen – die damaligen Mitglieder spendeten auch gleich Geld für den Flanierweg von Main zu Main.

Dieser Vorläufer des heutigen Anlagenringes ist unter der Bebauung verschwunden. Rund 60 Jahre später aber wurde das Konzept einer Grünanlage rund um den Offenbacher Stadtkern erneut umgesetzt. Heute investiert die Stadt 30.000 Euro, um von Mitte August an einen Teilbereich, den Landgrafenring zwischen Eigenheimstraße und Lichtenplattenweg, zu sanieren.

Der heutige Anlagenring reicht von der Berliner Straße am August-Bebel-Ring über den Dreieichring, Isenburgring, Starkenburgring, Friedrichsring und Hessenring bis zum Landgrafenring. Er ist prägendes Element des Offenbacher Stadtbildes, seit 1986 steht er unter Denkmalschutz.

Ziel war beim Bau, den Offenbachern eine Gelegenheit zu geben, sich wohnungsnah zu entspannen.

In den 20er Jahren bauten Arbeitslose an der Anlage

Jetzt kommt der zwischen 1900 und 1938 entstandene Grüngürtel, der in den 20er Jahren Arbeitslosen eine Beschäftigung gab, in in die Jahre. Deshalb sollen im Landgrafenring zwischen Eigenheimstraße und Lichtenplattenweg eine Treppe und zwei Stützmauern nach historischem Vorbild mit rotem Mainsandstein saniert werden. Sie sind ein typisches Zeugnis der Architektur des Anlagenrings. Im Bereich der Landgrafenstraße liegt die Anlage rund vierzig Zentimeter unter dem Niveau der seitlichen Wege, am östlichen und westlichen Ende führen Treppen in die Anlage.

Die Sanierung erfolgt nun im östlichen Abschnitt, wo vor allem die Treppen in schlechtem Zustand sind. Ebenfalls ein charakteristisches Gestaltungselement aus dem Anfängen des Rings sind die Hainbuchenhecken, die zwischen der Eigenheimstraße und Ahornstraße gepflanzt werden.

Den Anlagenring beschreibt Oberbürgermeister Horst Schneider als Naherholungsraum. „Inmitten städtischer Bebauung ist hier Platz für Bäume, Blumen und Kinderspiel.“ Deshalb müsse die Stadt in dessen Erhalt und die Pflege investieren, „damit der Park, der eine grüne Schneise durch die Bebauung schlägt, Treffpunkt für die Menschen bleibt.“ Bereits im Jahr 2008 sanierte die Stadt die wassergebunde Decke entlang des Landgrafenringes und ergänzte die Baumpflanzungen nach historischem Vorbild mit sieben Säulen-Eichen und sechs Hänge-Eschen.

Die Arbeiten im Bereich des Landgrafenrings sollen bis Ende Oktober abgeschlossen sein.

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