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Neue Nachtbuslinie Gut für Unfallbilanz und Umwelt

Die neue Nachtbuslinie von Frankfurt nach Karben startet in der Nacht zum 15. Dezember. Die Busse starten nicht in der Frankfurter Innenstadt, sondern an der Friedberger Warte. Aus Kostengründen. Nur an vier Nächten in Jahr geht's mitten in Frankfurt los.

10.12.2012 11:19
Von Bruno Rieb
Ab der Nacht zum 15. Dezember fahren Nachtbusse von Frankfurt nach Karben - allerdings nur viermal im Jahr von der Innenstadt aus. Foto: Alex Kraus

Die neue Nachtbuslinie von Frankfurt nach Karben startet in der Nacht zum 15. Dezember. Die Busse starten nicht in der Frankfurter Innenstadt, sondern an der Friedberger Warte. Aus Kostengründen. Nur an vier Nächten in Jahr geht's mitten in Frankfurt los.

Voll des Lobes waren die Teilnehmer der Pressekonferenz gestern Vormittag im Bad Vilbeler Rathaus, in der der Start der neuen Nachtbuslinie von Frankfurt nach Karben verkündet wurde. Sie sei ein „tolles Beispiel interkommunaler Zusammenarbeit“, schwärmte Vilbels Erster Stadtrat Jörg Frank (CDU). Er habe sich „sehr gefreut, dass es so schnell ging“, sagte Karbenes Rathauschef Guido Rahn (CDU). Vor einem halben Jahr habe noch niemand damit gerechnet, dass der Bus jetzt schon fahren werde.

Von einem „attraktiven Angebot im Freizeitverkehr“ sprach Gerhard Muth-Born, Leiter der Planung beim ZOV-Verkehr. Die Finanzierung des neuen Busses habe „wunderbar geklappt“.

Rund 30.600 Euro pro Jahr wird die neue Linie laut Frank im Jahr kosten. Die Kosten teilen sich der RMV, der mit 12.500 Euro den dicksten Batzen trägt. Bad Vilbel übernimmt 9500 Euro, Karben 7300 Euro und die Stadt Frankfurt 1300 Euro. Muth-Born spricht von einem „vernünftigen Kosten-Nutzen-Verhältnis“.

Der neue Nachtbus wird nicht in der Innenstadt, sondern an der Friedberger Warte losfahren. Bis dorthin müssen die Fahrgäste von der Konstablerwache aus die Buslinie nach Bad Homburg nehmen. Das sei aus Kostengründen so geregelt worden, sagt Klaus Link, Sprecher der Verkehrsgesellschaft „Trafiq“ der Stadt Frankfurt. In vier Nächten, in denen die Nachfrage nach Nachtbussen sehr groß sei, werde der Bus aber direkt an der Konstabler Wache abfahren: In zwei Nächten während des Museumsuferfests, während der Nacht der Clubs und an Silvester.
Nach zwei Jahren soll entschieden werden, ob die Buslinie weiter betrieben wird. Dabei gehe es nicht darum, ob eine bestimmte Fahrgastzahl erreicht worden sei, sagt Rahn. Vielmehr sei es eine politische Entscheidung, ob das Defizit der Linie von den beteiligten Kommunen weiter getragen werden solle. Dass sie kostendeckend verkehren werde, sei nicht zu erwarten. „Zielgruppe sind die Jugendlichen“, sagt Rahn. Man müsse nun sehen, „ob die Jugendlichen mitfahren“.

Durch die neue Nachtbuslinie würden Unfälle unter Alkohol am Steuer vermieden und sie sei ein Gewinn für die Umwelt, weil Autoabgase erspart würden. Deshalb dürfe die Linie nicht nur betriebswirtschaftlich beurteilt werden, sagt Link. Laut Muth-Born schließt die neue Linie n33 die letzte Lücke im Nachbuskonzept des RMV.

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