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Taxifahrt verweigert Mainzer Fahrer lässt Hund nicht ins Auto

Ein Taxifahrer hat ein Paar mit Hund "aus religiösen Gründen" stehen lassen. Er verstößt damit jedoch gegen die Mainzer Taxiordnung.

13.03.2012 22:28
Sabine Jakob

Dass die kleine Terrier-Dame aus Läden draußen bleiben muss, daran hat sie sich in ihrem Hundeleben gewöhnt. Doch am Samstag ließ ein Taxifahrer das Tier in Gonsenheim samt Herrchen und Frauchen auf der Straße stehen – der muslimische Chauffeur wies die Kunden mit der Begründung ab, dass nach seinem Glauben Hunde als unrein gelten und er sie deshalb nicht befördert.

Die Hundebesitzer waren empört. Die Taxitür vor der Nase zugeschlagen zu bekommen, und das um drei Uhr morgens, das kannten sie noch nicht. „Das Verhalten des Fahrers verstößt gegen die Mainzer Taxiordnung“, sagt Ralf Peterhanwahr, Sprecher der Stadt. Denn dort ist vermerkt: Gepäck und Tiere der Fahrgäste sind mitzunehmen, soweit dies gefahrlos möglich ist. Also: Den Transport von Hunden, die angriffslustig die Zähne fletschen, dürfen die Fahrer ablehnen. Für alle anderen gilt die Beförderungspflicht, sonst droht Bußgeld. Peterhanwahr rät daher betroffenen Kunden, sich unter Angabe der Taxinummer an die städtische Verkehrsabteilung (Telefon 123 518) zu wenden.

Die Allgemeine Funktaxizentrale Mainz unterhält eine Datenbank, in der über jeden Fahrer steht, welche Serviceleistungen er anbietet und welche nicht. Sie rät Kunden, beim Anruf anzugeben, wenn sie mit Hund unterwegs sind – „das schließt Probleme schon im Vorfeld aus.“

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