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Polizei Rauschgift Jede Menge Drogen

Ermittler präsentieren in Mainz 550 Kilo Haschisch und dreieinhalb Kilo Roh-Opium. Das Kommissariat für Organisierte Kriminalität schickte dafür zeitweise bis zu 100 Beamte in den Einsatz. Und schließlich auch ein mobiles Einsatzkommando.

14.12.2012 12:46
Armin Thomas
Der größte Fang der RPF-Polizei. Foto: Harry Braun

Eine solche Menge Drogen hat die rheinland-pfälzische Polizei nie zuvor sichergestellt. Der Mainzer Polizei ist nach gut einjähriger, vorwiegend verdeckter Ermittlungsarbeit ein Doppelschlag gegen die organisierte internationale Drogenkriminalität gelungen. Insgesamt 17 Männer wurden festgenommen, nach einem weiteren Verdächtigen wird gefahndet. An den Ermittlungen beteiligt waren auch die Polizeipräsidien in Frankfurt und Koblenz.

550 Kilogramm Haschisch und 3,5 Kilogramm Rohopium präsentierten der Leitende Staatsanwalt Klaus-Peter Mieth, Polizeipräsident Karl-Heinz Weber sowie Kriminaldirektor Hans Kästner und Heinz Duvenbeck, Chef des Kommissariats zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität. Zeitweise waren bis zu 100 Polizisten gleichzeitig in die Ermittlungen eingebunden.

Zugriff in der Nacht

Im Fall 1, dem Tatkomplex „Tonne“, erfolgte der Zugriff in der Nacht zum Dienstag in einer Lagerhalle in Mombach. Die Polizei war zwei verdächtigen Spaniern seit dem 8. Dezember ganz nah auf den Fersen. Sie hatten in Spanien einen Lastwagen mit gut einer halben Tonne Haschisch übernommen mit dem Auftrag, ihn nach Mainz zu bringen. Ein weiterer Beschuldigter lotste das Fahrzeug mit den 550 Kilo Haschisch zum Ziel.

Mit einem mobilen Einsatzkommando stürmte die Polizei die Halle. Sie beschlagnahmte die Palette und stellte daneben noch weitere 210 Kilo Haschisch (alles noch verpackt) aus vorangegangenen Geschäften, weitere 15 Kilo in einem Depot eines Tatbeteiligten und noch einmal 25 Kilo bei einem Abnehmer in Frankfurt sicher.

Acht Festnahmen

Von neun Tatverdächtigen im Alter von 30 und 37 Jahren wurden acht festgenommen. Es sind fünf deutsche Staatsangehörige nordafrikanischer Herkunft, ein in Russland geborener Deutscher und zwei spanische Staatsangehörige. Zwei von ihnen haben ihren Hauptwohnsitz in Mainz, drei in Frankfurt. Das Haschisch stammt aus Marokko, wird per Schiff nach Spanien geliefert und von dort über Frankreich nach Deutschland gefahren.

In Fall 2, dem Tatkomplex „Omar“, deckten die Mainzer Ermittler einen im großen Stil agierenden Opiumhändlerring auf. Bei den Drahtziehern handelt es sich um zwei Männer aus Mainz und Wiesbaden. Im Juli stellte die Polizei 3,5 Kilogramm Roh-Opium sicher. In direktem Zusammenhang wurde zeitnah ein Mann in Rumänien bei der Übergabe von 10 Kilo Roh-Opium festgenommen. Im November erhob das Landgericht Mainz gegen neun Männer im Alter von 31 bis 47 Jahren Anklage wegen illegalen Handels mit Betäubungsmitteln – drei deutsche Staatsangehörige, ein Schwede, zwei Iraner und drei, deren Herkunft noch geklärt werden muss.

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