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Nora Weisbrod darf wählen

Auf Vorschlag der SPD in der Bundesversammlung

29.02.2012 22:14
Nora Weisbrod, Geschäftsführerin der Aktion Tagwerk Foto: Weisbrod

Der Landtag hat gestern auf Vorschlag der SPD-Fraktion beschlossen, die Mainzerin Nora Weisbrod in die Bundesversammlung zur Wahl des Bundespräsidenten zu entsenden. Die 28-Jährige ist seit 2006 Geschäftsführerin der Aktion Tagwerk, die sie 2002 gemeinsam mit dem Gründer des Mainzer Hilfswerks Human Help Network, Ewald Dietrich, aus der Taufe hob. Die Aktion organisiert Schülerhilfe für Afrika, 1,5 Millionen Jugendliche haben sich bisher beteiligt.

Wie kam es zur Nominierung? Das war sehr überraschend für mich. Bei einem Termin mit Ministerpräsident Kurt Beck hat er mich gefragt. Ich habe mich gefreut und werde dies gerne tun.

Als Geschäftsführerin von Aktion Tagwerk sind Sie den beiden letzten (gescheiterten) Präsidenten persönlich begegnet. Jetzt nehmen Sie die Sache selbst in die Hand. Wie fühlt sich das an?Für mich ist es eine Ehre als Rheinland-Pfälzerin, die nicht im Landtag sitzt, in die Bundesversammlung gewählt worden zu sein. Ich bin sehr gespannt auf den 18. März. Es ist ein tolles Gefühl, solch eine bedeutende Wahl selbst miterleben zu dürfen.

Ihre Wahlentscheidung ist frei und geheim. Trotzdem die Frage: Stehen sie zu dem gemeinsamen Kandidaten Gauck?Ich habe mich über die Nominierung von Joachim Gauck sehr gefreut. Es ist für mich persönlich sehr besonders, die junge Generation bei dieser wichtigen Wahl mit meiner Stimme vertreten zu dürfen. Joachim Gauck wird dem Amt des Bundespräsidenten wieder Würde geben. Ich bin gespannt auf seine Arbeit und seine Reden.

Sie sind aktiv in der Freien Projektgruppe des „Open Ohr Festivals“, einer Art Kulturinitiative von unten. Sind Sie jetzt im Establishment angekommen?Neben meiner hauptamtlichen Arbeit bei Aktion Tagwerk, ist mein Engagement beim Open Ohr ehrenamtlich. Das Open Ohr ist mitten in der Gesellschaft und ein politisches Festival. Einordnungen wie Establishment spielen dabei keine Rolle.

Das Interview führte: Dietmar Buschwa

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