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Kritik an Fraport-Werbung "Werbung provoziert"

Beck kritisiert Flughafen-Wachstum

04.01.2012 00:46

Der Mainzer Bürgermeister Günter Beck (Grüne) fordert vom hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier (CDU) eine Stellungnahme zur neuen Werbekampagne des Flughafenbetreibers Fraport. Die jüngste Veröffentlichung „Treffpunkt Frankfurt Airport“ sei eine gezielte Provokation für die gesamte Region, schrieb Beck, der kommissarisch das Amt des Oberbürgermeisters innehat, laut Mitteilung vom Dienstag an Volker Bouffier. Das Umland des Flughafens leide unterdessen mehr denn je unter Fluglärm.

In der Veröffentlichung werbe der Flughafen mit seiner wachsenden Kapazität durch die neue Landebahn Nordwest, durch die Konkurrenten in den Passagierzahlen überholt werden könnten. Fraport habe jede regionale Bodenhaftung verloren und fühle sich nur wirtschaftlichen Interessen verpflichtet, bemängelte Beck. Es gehe dem Unternehmen nur noch um Wachstum. „Dies ist eine Kampfansage für Mainz und die gesamte Region“, unterstrich der Kommunalpolitiker. Der reine Wachstums-Glaube sei eine „ökologische Einbahnstraße“. Zudem leide die Rhein-Main-Region an einem „Lärmkollaps“, weil Frankfurt seine Position als Umsteige-Airport ausbaue.

Günter Beck verlangte von Bouffier eine Erläuterung zu den „neuen Unternehmenszielen“ der Fraport. Die Aktiengesellschaft gehört zu knapp 32 Prozent dem Land Hessen. (dpa)

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