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Eine riesige Zeltarena entsteht

Auf dem Messegelände werden bei der Ringer-Meisterschaft Tausende Zuschauer erwartet

Gigantische Ausmaße, 30 Menschen, die ameisenartig an Stahlelementen für Tribünengerüste arbeiten. Am Mittwochmittag möchte man meinen, im schneebedeckten weißen Nichts des Messegeländes zwischen Möbel Martin und Ebersheim entstünde derzeit eine Art tragbarer Madison Square Garden zum Aufklappen.

115 Meter lang und 40 Meter breit ist das Zelt, das für den ersten Finalkampf der Deutschen Mannschafts-Meisterschaft im Ringen am Sonntag aufgebaut wird. Mit zentraler Kampfarena, umringt von Tribünen für rund 4000 Zuschauer misst sie 4600 Quadratmeter. An den Stirnseiten sind die Tribünen 4,50 Meter hoch, an den Längsseiten etwas niedriger. Rund 220 Tonnen Stahl werden für die Tribüne verbaut.

„Ohne die Synergieeffekte und Kooperationen mit Sponsoren und vor allem mit der Stadt Mainz wäre das in so kurzer Zeit gar nicht zu stemmen gewesen“, sagt Roman Pavlik, Schatzmeister des ASV 88. Sein Verein empfängt hier am Sonntag ab 15 Uhr den KSV Köllerbach. Und auch zeitlich haut es hin: Am Freitag kann die mobile Arena behördlich abgenommen werden: Brandschutz, Fluchtwege, Sanitärversorgung.

Möglich gemacht hat dies das Unternehmen Docstage von Peter Schwemann. Die Mainzer Firma mit Sitz in Weisenau und Lager in Finthen agiert weltweit mit sogenannten Eventbauten. „In Mainz sind wir weniger bekannt, machen aber beispielsweise in Köln immer wieder ganz großes Kino“, sagt Schwemann selbstbewusst. Improvisationen und Spontan-Acts gehörten zum Geschäft, versichert der Chef mit 25-jähriger Erfahrung.

Praktisch ist bei der mehr oder weniger spontanen Ringer-Aktion: Pavlik und Schwemann sind beide Weisenauer. Und so kamen sie zusammen, um die kurzfristige Entscheidung, das Finale in Mainz auszutragen, tatsächlich umzusetzen. Ein Hingucker des – übrigens von 20 dieselbetriebenen Gebläseanlagen beheizten – Zelts wird eine sechs mal vier Meter große Video-Leinwand im Eingangsbereich sein, die nicht nur alle Sponsoren zeigt, sondern auch alle Kämpfe. Auch das Catering stemmen die 88er selbst. Pavlik erwartet zwischen 4000 und 6000 Zuschauer.

Für Dieter Ebert von der Sportabteilung der Stadtverwaltung, die sich ebenfalls nach einem Veranstaltungsort umschaute und sogar an die Rheingoldhalle oder die Rüsselsheimer Köbel-Halle dachte, spricht das bevorstehende Ringer-Ereignis einmal mehr für eine Großsporthalle in Mainz.

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